Doppelter Heimspieltag

Am kommenden Wochenende warten gleich zwei Mammutaufgaben auf die Red Hocks. Zunächst gastiert der UHC Weißenfels, der den deutschen Meistertitel seit mehreren Jahren für sich beansprucht. Am Sonntag machen sich dann die Floor Fighters Chemnitz auf den Weg an den Lech.



Samstag 18:00: Red Hocks Kaufering – UHC Sparkasse Weißenfels
Schon zur Heimspielprämiere kommt der amtierende deutsche Double-Sieger ins Sportzentrum. Auch dieses Jahr scheinen die Bänker von der Saale keine Anstalten zu machen, die Krone des deutschen Floorballs abzugeben. Im ersten Spiel dauerte es ganze drei Sekunden bis Patrick Schmidt vom MFBC Leipzig zum ersten Mal hinter sich greifen musste. 12 weitere Male klingelte es, sodass der UHC mit einem 13:5 gleich wieder alles für einen Start-Ziel-Sieg bereitet hat. Auch bemerkenswert ist wieder die Frühform des finnischen Angreifers Anssi Soini. Der Stürmer, der auch letztes Jahr im Pokalfinale gegen die Red Hocks die prägende Figur war, sammelte gegen Leipzig 9 Scorerpunkte und war damit an nur vier Toren nicht direkt beteiligt. Es gäbe aber trotzdem „niemanden, den man speziell in Manndeckung nehmen muss. Wenn man sich auf einzelne Spieler konzentriert, ist das ein großer Fehler gegen Weißenfels, sie haben ein unglaublich starkes und vor allem auch breites Kollektiv“, so Spielertrainer Niels Hauser. „Wir hoffen einfach, eine gute Figur abzugeben und dabei mit drei Reihen durchzuspielen. Was dann dabei rumkommt, wird sich zeigen.“
Es wird aber definitiv eine harte Nuss, vor allem, weil der UHC in zwei Wochen beim EuroFloorball Cup, dem europäischen Vereinswettbewerb im Floorball, spielt, und sich dafür allen Anschein nach schon in Form bringt.

Sonntag 16:00: Red Hocks Kaufering – Floor Fighters Chemnitz
Am Sonntag gilt es dann, die vermeintlich leichtere Aufgabe Chemnitz zu lösen. Diese haben ihren Saisonstart fast schon traditionell verschlafen und gegen vor der Saison schwächer erwarteten Berliner mit 12:4 verloren. Trotzdem dürfe das das zweite Heimspiel des Wochenendes bei weitem kein Spaziergang werden. Die Spiele gegen die Floor Fighters gestalteten sich in den letzten Jahren immer knapp und spannend. Auch interessant dürfte der Neuzugang Erik Schuschwary sein. Der Nationalspieler verbrachte vergangene Saison in Tschechien und ist nun in der Bundesliga zurück. In der vergangenen Spielzeit trafen die beiden Teams drei Mal aufeinander, dabei behielten die Bayern zwei Mal die Oberhand.

In jedem Fall ist es ein richtungsweisendes Wochenende. Wenn man mit drei oder gar mit sechs Punkten aus dem Wochenende rausgeht, kann man sich nach oben orientieren. Bei keinen Punkten geht der Weg eher nach unten.
Beide Spiele finden im frisch eingeweihten Sportzentrum Kaufering statt.