Bundesligateam am Ende der Saisonvorbereitung angelangt

Moritz Billes (links am Ball) und Johannes Eckebrecht rücken zur kommenden Saison in den Bundesligakader auf.


Die Saisonvorbereitung der Bundesligafloorballer biegt langsam auf die Zielgeraden ein. Das Outdoorprogramm neigt sich dem Ende zu, die Kaderplanung ist fast abgeschlossen. Am kommenden Wochenende wird der Vorbereitungsstand nun auf die Probe gestellt, wenn die Red Hocks beim Renew Cup in Münster antreten.

Seit Anfang Juli trainierten die Mannen um Kapitän Maxi Falkenberger drei Mal pro Woche, um optimal vorbereitet in ihre vierte Saison in Deutschlands höchster Floorballspielklasse zu gehen. Während Fitnesstrainer Marc Ullius im Juli primär Stausee-, Berg- und Intervallläufe sowie Kraftzirkel absolvieren ließ, flossen in den letzten Wochen vermehrt floorballspezifische Elemente zu Technik und Taktik ein. Ein großer Fortschritt waren schließlich zwei Trainingslager an den vergangenen beiden Wochenenden im Kloster St. Ottilien, wo die Red Hocks sich, inzwischen traditionell, in Ruhe auf die anstehenden Aufgaben vorbereiteten.

Ein erster Prüfstein ist nun der Renew Cup, ein Sponsorenturnier der Floorballmarken Unihoc und Zone, das aufgrund seiner hochklassigen Besetzung mittlerweile zu den renommiertesten in Deutschland gehört. Auch in diesem Jahr sind wieder einige Hochkaräter mit von der Partie, sodass das Abschneiden beim Cup ein gutes Feedback zur Saisonvorbereitung sein dürfte. Das Teilnehmerfeld ist in zwei Vierergruppen aufgeteilt. In Gruppe A kämpfen die Erstligisten Wernigerode und Schriesheim mit den Zweitligisten Döbeln und Holzbüttgen um den Gruppensieg. Die Red Hocks duellieren sich in Gruppe B mit den Dragons Bonn, den Dümptener Füchsen und dem amtierenden Vizemeister TV Lilienthal.

Der Kader, der nicht nur den Renew Cup sondern auch die Bundesligaspiele bestreiten wird, sieht aller Voraussicht nach sehr ähnlich wie im vergangenen Jahr aus. Vier Abgängen stehen vor allem Neulinge aus der eigenen Jugend gegenüber. Mit Dennis Häringer tritt in diesem Sommer eines der Urgesteine ab, ihn zieht es aufgrund seines Studiums nach England. Ein Comeback ist nach über 100 Spielen für die erste Mannschaft der Red Hocks allerdings nicht ausgeschlossen. Ebenso vorerst, aber nicht für immer, verlässt Verteidiger Johannes Weh Kaufering in Richtung Köln, wo er studiert und nebenher für die SSF Dragons Bonn in der 2. Bundesliga auflaufen wird. Auch Weh könnte aber für einzelne Spiele im Laufe dieser Saison dank der Möglichkeit einer Zweitlizenz noch im Kauferinger Trikot zu sehen sein. Ein weiterer Student, der in der kommenden Saison nicht mehr auf dem Kauferinger Hallenparkett zu sehen sein wird, ist Stefan Bergmair, der seine Zelte in Ulm aufschlagen wird. Der letzte Abgang, ebenfalls studienbedingt, ist Kilian Tiefenthaler, dessen Gastspiel in Kaufering nach nur einem Jahr wieder beendet ist. Der Rosenheimer wird ebenfalls ein Studium beginnen und steht den Red Hocks deshalb nicht mehr zur Verfügung.

Aus der Jugend war bereits im Laufe der letzten Saison ein größerer Schwung an talentierten Eigengewächsen in den Erstligakader herangeführt worden. Dominik Bürger, Stefan Dott, Leonard Renner, Dominik Stork, Ricardo Wipfler und Albert Sikora feierten in der vergangenen Saison allesamt ihr Bundesligadebüt und sollen auch im kommenden Jahr wertvolle Erfahrungen sammeln. Dazu gesellen sich seit Juli mit Moritz Billes und Johannes Eckebrecht zwei Verteidiger, die ebenfalls dem Nachwuchs der Red Hocks entstammen. Während Billes in der letzten Saison vor allem in der Regionalliga mit vielen Punkten auf sich aufmerksam machte, war Eckebrecht bislang primär in den Jugendligen unterwegs und wurde bereits mehrfach zu Zusammenzügen der U17-Nationalmannschaft eingeladen.

Darüber hinaus befindet man sich derzeit noch in Gesprächen mit weiteren potenziellen Neuzugängen, die die junge Truppe noch mit Erfahrung bereichern könnten. „Der Kader, mit dem wir momentan trainieren, ist definitiv stark genug, um den Einzug in die Playoffs schaffen zu können. Wir gehen zuversichtlich in die neue Saison und sind für das Wochenende erstmal gespannt, wo wir momentan stehen.“, blickt Spielertrainer Niels Hauser auf das Turnierwochenende voraus.



Quelle: Facebookseite "RENEW CUP"