Zum Verzweifeln: Red Hocks treffen das Tor nicht

Durch Schlussmann Raphael Landherr, Tobias Hutter und ihre Mitspieler ist das Kauferinger Tor recht wohlbehütet – die Probleme liegen derzeit weiter vorne. (Foto: Finkenzeller/Archiv)

Durch Schlussmann Raphael Landherr, Tobias Hutter und ihre Mitspieler ist das Kauferinger Tor recht wohlbehütet – die Probleme liegen derzeit weiter vorne. (Foto: Finkenzeller/Archiv) 

Kaufering – Die Treffsicherheit bleibt das große Manko: Auch gegen die Berlin Rockets zeigten sich die Red Hocks am Sonntag zu harmlos, um im vierten Saisonspiel in der 1. FBL endlich die ersten Punkte einzufahren. Mit 2:5 ging der Sieg an die Gäste. Das Gastspiel am kommenden Sonntag bei Tabellenführer Leipzig wird eine harte Nuss (16 Uhr).

Schüsse aus der Ferne, Schüsse aus der Nähe, Alleingänge, Powerplays: Nichts half den Red Hocks, um den Ball ins gegnerische Tor zu befördern. Selbst ein Penalty durch Kapitän Benedikt Föhr klatschte ans Gehäuse, statt ins Netz zu gehen (31.). Erst in der 55. Minute schaffte es Raphael Heinzelmann, Berlins Schlussmann Maciej Jastrzebski nach einem Abpraller zu überwinden. Nachdem Tobias Hutter (57.) in Überzahl nochmals verkürzte, keimte nochmal kurz Hoffnung auf. Diese war aber spätestens abgeräumt, als Jakub Matula (60.) mit einem Schuss in den leeren Kasten den Entstand herstellte.

„Unser erstes Tor ist einfach viel zu spät gefallen“, räumt Kauferings Angreifer Johannes Probst ein. Wie es besser geht, hatten zuvor die Gäste gezeigt. Ein Freischlagtor durch Matula (16.), ein Kontertor durch Arttu Äijälä (25.) und ein Sahnetor durch Leon Schweiger, der den Ball aus spitzem Winkel genau in den Knick setzte, reichten den Rockets, um aus wenig viel zu machen. Ganz anders die Red Hocks: „Angesichts unserer 54 Abschlüsse sind zwei Tore eine deutlich zu schlechte Quote“, bedauert Probst. Dass auch aufgrund technischer Fehler immer wieder Gelegenheiten versandeten, tat sein Übriges.

Im Schlussdurchgang setzten die Gastgeber voll auf Offensive, mussten dann aber nach einem Ballverlust schon knapp zwei Minuten nach Wiederanpfiff das 0:4 durch Malte Weber (42.) hinnehmen. In der Nachbetrachtung war die Hypothek dann ab diesem Zeitpunkt endgültig zu groß.

Weiter geht es am Sonntag beim abgezockten MFBC Leipzig. Die Sachsen um Kauferings Ex-Kapitän Benedikt Richardon stehen nach vier Spieltagen an der Tabellenspitze, zuletzt fertigten sie auswärts Kauferings-Mitaufsteiger München mit 15:3 ab.