Punktlos im Norden: Red Hocks verlieren in Hamburg und Schenefeld

Satz mit x: Chancenlos waren die Red Hocks am Wochenende nicht, für Punkte war es aber noch zu wenig. (Foto: Archiv/Finkenzeller)

Satz mit x: Chancenlos waren die Red Hocks am Wochenende nicht, für Punkte war es aber noch zu wenig. (Foto: Archiv/Finkenzeller)

Kaufering – Die Red Hocks haben die weite Heimfahrt mit leeren Händen angetreten: Am Samstag in Hamburg verteidigten die Kauferinger zu luftig, um nach einem rabenschwarzen zweiten Drittel über eine 6:3-Niederlage hinauszukommen. Bei Blau-Weiß 96 Schenefeld war es dann offensiv schlicht zu wenig – hier setzte es eine 4:1-Pleite. Nach null Punkten aus den ersten drei Spielen gilt es den Kopf oben zu behalten. Am Sonntag (14 Uhr) geht es zuhause gegen Berlin weiter.

Teilweise sei es gegen den ETV Hamburg wirklich ordentlich gelaufen, findet Angreifer Miro Akerlund. Klar sei zurück in der 1. FBL aber auch: „Gegen solche Teams brauchst du ein von Anfang bis Ende gutes Spiel.“

Nach einem Eigentor in der Mitte des ersten Drittels (11.) war eine Strafe zu Beginn des zweiten fast schadlos überstanden, wenige Sekunden vor ihrem Ablauf schepperte es dann aber doch noch durch Jonathan Heins (22.). Kaufering hielt nach einem Freischlag durch Eetu Simola noch kurz erfolgreich dagegen (27.), verteidigte dann aber viel zu naiv. Die Folge: vier Gegentore zwischen der 28. und der 35. Minute und ein deutlicher 6:1-Rückstand. „Da war es zappenduster und schwer zurückzukommen“, räumt Akerlund ein.

Dennoch sei es gelungen, sich das Momentum nochmal zu holen. Im Schlussdrittel verkürzte erst Tobias Hutter (42.), dann machte Johannes Probst (51.) aus einer Vielzahl Kauferinger Chancen das 6:3. Knapper wurde es aber nicht mehr. „Sie haben hart verteidigt und ihr guter Goalie Jonas Jens hat den Rest herausgeholt“, so Akerlund.

Zu harmlos in Schenefeld

Auch tags darauf in Schenefeld blieb die Treffsicherheit ein Problem. „Wir wollten ihren aggressiven Druck ausnutzen und möglichst gut kontern“, schildert Jonas Knaus. Anfangs habe sein Team aber noch sichtbar gewackelt. Zunächst waren es nämlich die Gastgeber, die erfolgreich konterten und früh durch Timo Rother (6.) vorlegten. Beim 2:0 (19.) ließen sich die Kauferinger dann durch einen Freischlag und den völlig freien Sören Gittek überraschen.

Nach dem ersten Drittel habe man es dann deutlich besser verstanden, sich aus dem gegnerischen Pressing zu lösen, findet Knaus. Weil die eigenen Chancen aber allesamt unvollendet blieben, türmte sich der Rückstand nach dem 3:0 durch Julius Dittmer (35.) nochmals ein Stück weiter auf – Kaufering hatte sich erneut einen Ballverlust im Vorwärtsgang geleistet. Erst kurz vor der zweiten Pause jubelten dann die Red Hocks, als Youngster Jeremias Probst ein Powerplay nutzte (40.).

Es sollte dies aber der einzige Kauferinger Treffer bleiben. Zwar hatten die Gäste im letzten Drittel erneut mehr vom Spiel, doch fehlte ihren Aktionen die Genauigkeit. „Unser Abschlüsse brauchten häufig zu lang und landeten dann im Schenefelder Block“, so Knaus. Als dann auch noch bei verwaistem Tor das 4:1 fiel, war die Aufholjagd an diesem Tag endgültig vom Tisch.

Daheim gegen Berlin

Eine Aufholjagd wird aber nun auch in der Tabelle notwendig; nach drei Spieltagen sind die Red Hocks das einzige Team ohne Punkt. Ändern soll sich das am kommenden Sonntag. Dann empfangen die Lechfloorballer um 14 Uhr die Rockets aus Berlin.