„Lasst uns das Spiel zum Heimspiel machen!“ Kauferings Kapitän Benedikt Föhr (links), Gregor Denk (rechts) und die Red Hocks peilen einen Derbysieg im Pokalachtelfinale an. (Foto: Finkenzeller)
Kaufering – Zwei Siege trennen die Red Hocks Kaufering im Pokal noch vom Einzug ins Final4. Am morgigen Samstag steht zum Jahresauftakt das Achtelfinale an – ausgerechnet mit einem Derby beim FBC München.
Die Red Hocks und den FBC verbindet eine jahrelange gemeinsame Beziehung, die sich derzeit noch intensiviert: Nach Jahren des Abstiegskampfs samt Playdown-Duellen in der 1. FBL stehen beide derzeit im Aufstiegsrennen der 2. FBL. Aktuell haben dabei die Lechfloorballer mit Tabellenplatz eins die Nase ganz knapp vorne.
Wenn am morgigen Samstag ab 18 Uhr der Ball im Bildungscampus Riem (Paul-Wassermann-Straße 16) rollt, stehen alle Zeichen aber wieder auf Null. Schließlich handelt es sich um ein K.o.-Spiel. Also: Viertelfinaleinzug oder Pokalaus.
„Lasst uns das Spiel wieder zu einem Heimspiel machen“, appellierte Kauferings Kapitän Benedikt Föhr schon direkt nach Abpfiff des letzten Spiels im vergangenen Jahr an die Kauferinger Fans. Anfang November hatte der Kauferinger Anhang rund die Hälfte der Tribüne in München in Rot getaucht und die Red Hocks zu einem 8:7-Sieg nach Verlängerung getragen.
Damals hatten die Kauferinger vor allem im ersten Drittel Startprobleme, weil die Gastgeber sie von Beginn an unter großen Druck setzen. Hier Lösungen zu finden, das haben sich die Red Hocks in den zurückliegenden drei Trainingswochen zum Ziel gesetzt. „Das hat gut ausgesehen, wir haben hier deutliche Fortschritte gemacht“, fasst Co-Trainer Rasso Schorer zusammen.
Spannend wird derweil aber die Frage, in welcher Besetzung die Gäste die Fahrt nach München antreten. Zuletzt grassierte eine Krankheitswelle; der Einsatz mehrerer Stützen steht noch auf der Kippe. Torwart Dominik Bürger und Verteidiger Jonathan Krevet kehrten zuletzt immerhin nach Verletzungspausen ins Training zurück.
Doch so oder so: „Das Spiel wird ein Knaller, besser kann das neue Jahr nicht losgehen“, freut sich Headcoach Henrik Nordström. Für den Einzug in die nächste Runde werde sein Team an seine Leistungsgrenze gehen müssen. „Speziell nach der starken zurückliegenden Trainingswoche gehen wir es aber mit breiter Brust an.“ München werde auf Revanche für die jüngste Niederlage sinnen. „Ich hoffe wieder auf zahlreiche unserer Fans und eine laute, rote Tribüne.“
In der Liga geht es für die Red Hocks dann am Samstag, 17. Januar, mit dem wichtigen Gastspiel in Halle weiter. Die ersten Heimauftritte des neuen Jahres gibt es dann gleich im Doppelpack: Am 24. Januar sind die Eisbären Juniors aus Berlin zu Gast, tags darauf die Black Wolves des PSV Dessau.