Trotz Wackler wieder Tabellenführer: Pflichtsieg für die Red Hocks

Wichtiger Rückhalt: Schlussmann Felix Schröppel war auf dem Posten, als das Spiel seiner Vorderleute stockte. (Foto: Finkenzeller)

Wichtiger Rückhalt: Schlussmann Felix Schröppel war auf dem Posten, als das Spiel seiner Vorderleute stockte. (Foto: Finkenzeller)

Kaufering – Einen Pflichtsieg gegen den zum wiederholten Male in absoluter Minimalbesetzung angetretenen Zweitligaletzten Rennsteig Avalanche haben die Red Hocks Kaufering am Sonntag eingefahren. Nach einem ganz schwachen zweiten Drittel berappelten sich die Lechfloorballer im Schlussabschnitt. Lohn für den 11:3-Erfolg war der Sprung zurück an die Tabellenspitze. Am kommenden Samstag steht das Derby in Ingolstadt an (18 Uhr).

Dass etwas gerade nicht rund läuft, war den Kauferinger Gesichtern beim Gang in die zweite Pause deutlich abzulesen. Nach einem ordentlichen ersten Abschnitt, in dem Gregor Denk (7.), Miro Akerlund (12.) und erneut Denk (12.) zwar ein 3:0 herausschossen, der aber in Sachen Effizienz und auch defensiver Aufmerksamkeit noch Luft nach oben ließ, zeigten sich die Hausherren im mittleren Durchgang völlig von der Rolle. „Das war wahrscheinlich unser bisher schlechtestes Drittel der ganzen Saison“, findet Kauferings Trainer Henrik Nordström. „Wir haben viel zu lange gebraucht, um Entscheidungen zu treffen, und dadurch jeglichen Schwung und Tempo verloren.“

Erst nutzte Avalanche-Toptorschütze Jan Faldus (26.) einen herben Fehlpass der Red Hocks. Wenige Sekunden nachdem ein Distanzschuss von Tobias Hutter zum 4:1 ins Gästetor getrudelt war (33.), verteidigten die Kauferinger einen Freischlag zu fahrig und Jan Janecek (33.) verkürzte. In den Folgeminuten bis zur zweiten Sirene brannte es nun mehrfach mangels defensiver Absicherung lichterloh; Torhüter Felix Schröppel brachte den Vorsprung mit mehreren starken Rettungstaten in die Kabine. 

„Glücklicherweise sind wir im dritten Drittel aufgewacht, hatten einen guten Start und konnten unsere Spielqualität steigern“, schnauft Nordström durch. Calli Rieß nach nur acht Sekunden, Daniel Wipfler (41.) und John Blümke (42.) stellten binnen eineinhalb Minuten auf 7:2. Offensiv gelang es den Red Hocks nun besser, die mit nur sechs Feldspielern angetretene Avalanche vor Probleme zu stellen. Defensiv zeigten sich die Kauferinger aber erneut zu oft zu unbekümmert. Hutter (47.), Toni Lahtinen per Powerplay-Schlagschuss (52.), erneut Hutter (59.) und Benedikt Föhr (60.) trafen noch für die Red Hocks, Vaclav Veverka für die Gäste (60.), dann war Schluss.

„Am Ende haben wir die drei Punkte geholt, was das Wichtigste ist“, so Nordström. „Die heutige Leistung war zwar nicht unsere beste, aber dennoch gut genug, um zu gewinnen.“

Derby in Ingolstadt

Weiter geht es für sein Team am kommenden Samstag (18 Uhr) in Ingolstadt. Coach Nordström fordert volle Konzentration und baut wie Martin Rieß auf die Unterstützung vieler mitreisender Fans: „Es wäre geil, wenn wir das Spiel zum Heimspiel machen würden“, so der Kauferinger Kapitän.