Vorentscheidend enteilen können Johannes Probst und die Red Hocks am Samstag gegen Halle – dafür muss gegen die Saalebiber aber alles passen. (Foto: Finkenzeller)
Kaufering – In der 2. FBL beginnt die Zeit der Entscheidungen: Gewinnen die Red Hocks Kaufering ihr Auswärtsspiel am Samstag, ist ein hartnäckiger Verfolger wohl vorentscheidend abgeschüttelt. Das allerdings erfordert ein hartes Stück Arbeit – die Lechfloorballer gastieren bei den Saalebibern des USV Halle (18 Uhr).
Den entscheidenden Schub um gegen den FBC München den Pokalviertelfinaleinzug einzufahren lieferten die mitgereisten eigenen Fans, bedankte sich Kauferings Headcoach Henrik Nordström nach dem jüngsten Last-Minute-Sieg. Am Samstag wird der Anhang der Red Hocks dann aber wesentlich deutlicher in der Unterzahl sein: Mit dem Gastspiel in Halle startet die Rückrunde der 2. FBL.
Im Hinspiel, einem 8:7 nach Verlängerung, erwiesen sich die Saalebiber als überaus sperriger Gegner und trotzten den Red Hocks einen Punkt ab. Vor allem ihre Nehmerqualitäten sowie die Konter- und Abschlussstärke blieben in Erinnerung.
Im Laufe der Hinrunde vollzog der USV dann ein ziemliches Auf und Nieder, das ihn auf den derzeitigen vierten Platz spülte. „Beide Teams haben sich seit dem Saisonstart weiterentwickelt und Halle hat vor allem vor Weihnachten gute Spiele absolviert“, so Nordström. Klar ist: Wollen die Saalebiber nochmal an die Playoff-Ränge heranschnuppern, also Platz eins und zwei in der Tabelle, ist ein Sieg Pflicht. „Halle kämpft hier mehr oder weniger um seine Saison“, stellt Kauferings Coach seine Truppe auf ein hartes Ringen ein.
Auffällig auf Seiten der Gastgeber ist: Dass die beiden mit großem Abstand an der Scorerlistenspitze der Liga liegenden Angreifer Jonas Knofe (neun Spiele, 20 Tore, 19 Vorlagen) und Janosch Fuchs (9/20/13) das grüne Trikot überstreifen, ist kein Zufall. Mit 94 Toren stellt Halle die deutlich gefährlichste Offensive aller Mannschaften. 64 Gegentreffer bedeuten aber gerade einmal den sechstbesten Wert. Zum Vergleich: Im Kauferinger Kasten schlug es erst 29 Mal ein. Es trifft also die beste Defensive der Liga auf die zielsicherste Abteilung Attacke.
„Beide Teams werden hochmotiviert sein“, freut sich Nordström auf den Start in die Rückrunde. Nachdem der Kader zuletzt krankheitsbedingt etwas zusammengeschrumpft war, sind Marco Tobisch, Toni Lahtinen, Gregor Denk und Ferdinand Reichenberger wieder voll bei Kräften und in Halle mit dabei.