In den ersten zwei Dritteln waren Calli Rieß und die Red Hocks den entscheidenden Schritt schneller, im Schlussdurchgang wurde es dann nochmal spannend. Am Ende besiegte Kaufering Gastgeber Ebersgöns mit 8:5. (Foto: Archiv/Rubenwolf)
Red Hocks holen Spiel eins der Halbfinalserie
Kaufering – Vom Halbfinalauftakt bei Tollwut Ebersgöns kommen die Red Hocks Kaufering mit einem Matchball nach Hause – und mit der ein oder anderen Hausaufgabe. Denn während die ersten zwei Drittel des schlussendlichen 5:8-Siegs klar an die Gäste gingen (1:4; 1:3), schoben sich die Hausherren im letzten Drittel nochmal mit Volldampf heran. Weiter geht es am Samstag im heimischen Sportzentrum (18 Uhr). Spiel drei steigt, falls nötig, am Sonntag (16 Uhr).
Startschwierigkeiten waren den Red Hocks in den letzten Spielen nicht fremd. Doch diesmal legten sie los wie die Feuerwehr. Mit einem starken Mix aus Dominanz und überfallartigen Kontern schossen Marco Tobisch (7.), Jeremias Probst (7.) und Johannes Probst (8.) ein schnelles 0:3 heraus. Dass Sami Brachtel verkürzte (11.), war ein Schönheitsfehler der Kategorie Zufallsprodukt, den John Blümke nach einem hohen Ballgewinn rasch wieder zurechtrückte (13.).
Auch das zweite Drittel ging weitgehend kontrolliert über die Bühne. Benedikt Föhr (21.) und Ferdinand Reichenberger (22.) veredelten den nächsten Blitzstart. Zwar bewies Ebersgöns-Topscorer Anton Hautzel (30.), dass sein Team Geschenke schnörkellos auszunutzen weiß. Just als sein Team das Ruder mehr und mehr zu übernehmen schien, setzte Kaufering aber einen Nadelstich mit Ausrufezeichen: Ein überragender Auswurf von Torwart Raphael Landherr schickte Jonas Knaus auf die alleinige Reise in Richtung Tollwut-Tor, sein 3:7 (37.) war gleichzeitig der Zwischenstand beim nächsten Gang in die Pause.
Zurück auf dem Feld müssen sich die Red Hocks dann aber den Schuh anziehen, ihren strauchelnden Gegner lehrbuchmäßig wieder aufgebaut zu haben. Zunächst traf Noah Kolodziej (42.) nach einer kollektiven Tiefschlafphase aus einem Freischlag aus der Ecke heraus, dann leisteten zwei Fehlpässe dem 4:7 durch Marius Herrmann (44.) und dem 5:7 durch Hautzel (29.) Vorschub.
„Über das letzte Drittel werden wir im Lauf der Woche reden müssen“, kündigt Nordström an. Zwischenzeitlich sei sein Team arg in Unordnung geraten. „Ebersgöns hat uns dann ein bisschen vor sich hergetrieben.“ Die Gastgeber hätten sogar noch bis zum Anschluss verkürzt, doch weil beim vermeintlichen 6:7 ein Schläger Benedikt Föhrs Gesicht traf und erst dann der Ball das Netz, blieb es bei der Zwei-Tore-Führung. Dennoch wackelten die Red Hocks defensiv auch weiterhin. Erst als Ebersgöns seinen Torwart zugunsten eines weiteren Angreifers vom Feld nahm, machte Daniel Wipflers Schuss ins leere Tor (60.) den ersten Sieg in der Best-of-three-Serie klar.
„Insgesamt war es ein gutes Spiel“, findet Nordström trotzdem. Sein Team sei mit dem Ziel nach Hessen gereist, den ersten Sieg der Serie zu sichern. Das ist gelungen.
Heimspiel am Samstag
Doch noch ist eine gewonnene Partie nötig, um das aufgestoßene Tor zum Finale auch zu durchschreiten. „Ein Schritt erledigt, noch einer zu gehen“, so Nordström. „Lasst uns den Finaleinzug jetzt gemeinsam in einem vollen rot-weißen Sportzentrum unter Dach und Fach bringen.“