Gregor Denk (hier im Spiel gegen Halle) machte mit dem Tor zum 5:3-Endstand den Deckel auf den Sieg seiner Red Hocks über Wernigerode. (Foto: Archiv/Finkenzeller)
Red Hocks entscheiden Geduldsspiel für sich
Kaufering – Das Heimspiel gegen die Red Devils Wernigerode war hart umkämpft, am Ende setzten sich die Red Hocks aber mit 5:3 durch: Zwei Spieltage vor Beginn der nun endgültig gebuchten Playoffs liegen die Kauferinger weiterhin auf Platz eins.
Defensiv seien die Gäste eine harte Nuss gewesen, sahen Kauferings Trainer Henrik Nordström und Topscorer Tobias Hutter bestätigt, was die Red Hocks schon vor dem Spiel wussten: „Sie haben das ganze Spiel über wirklich gut verteidigt“, erkennt der Coach der Lechfloorballer an.
Zwar verzeichnete sein Team im ersten Drittel erwartungsgemäß ein Plus an Ballbesitz und einzelne gute Chancen, zur Führung reichte das aber nicht. Stattdessen nutzten die Gäste ein Powerplay durch Marvin Selzer zum 0:1 (20.). „Wir hatten wenig Platz und deshalb kam es auf die Details an“, so Nordström.
Umso wichtiger war es, dass Calli Rieß den Knoten bereits 23 Sekunden nach Wiederanpfiff platzen ließ. Jeremias Probst (24.), Johannes Probst (29.) und Benedikt Föhr (34.) legten nach – allen vier Treffern der Red Hocks war ein Freischlag vorausgegangen. „Das hat heute sehr gut funktioniert“, lobt Kauferings Trainer. Eine erneute Strafe gegen die Gastgeber nutzte Wernigerodes Veteran Voijta Krupicka aber (40.), um die Red Devils im Spiel zu halten.
Noch ernsthafter in Gefahr geriet die Kauferinger Führung dann in der 48. Minute: Ein Abschluss Florian Hellmunds trudelte in Richtung Netz, trotz Protesten von Schlussmann Dominik Bürger stand es nur noch 4:3. „Ob der drin war – da bin ich mir wirklich unsicher“, so Nordström.
Die Hausherren standen dennoch weiterhin weitgehend sicher – und zeigten sich hernach im Powerplay abgezockt: Tobias Hutter entdeckte Gregor Denk, der aus kurzer Distanz einen Haken hinter das Spiel setzte (58.). „Insgesamt haben wir es gut gemacht“, fasst der Vorlagengeber die Partie zusammen. Gewarnt gewesen sei man insbesondere vor den gegnerischen Tempogegenstößen – diese habe man weitgehend im Griff gehabt. „Trotz einigen Ausfällen war es ein ordentliches Spiel.“ Dass Marco Tobisch, Miro Akerlund und Daniel Wipfler fehlten, habe es nicht leichter gemacht. Außerdem schmerzte die Abwesenheit von Toni Lahtinen. Zwar bestätigten die Regelhüter des Verbands schon am Mittwoch, dass seine rote Karte in Ingolstadt wohl keine war, das zuständige Gremium hatte bis zum Samstag aber immer noch keine Entscheidung gefällt.
Hutter will in den vielen notwendigen Personalrochaden aber auch etwas Positives sehen: „Dass die Reihen ein wenig durcheinander gewürfelt werden musste, war in Hinblick auf die Playoffs vielleicht gar nicht schlecht.“ Diese haben die Red Hocks nun nämlich endgültig gebucht. „Heute zählen die drei Punkte“, bilanziert Nordström abschließend.
Gastspiel in Döbeln
Am Samstag ist sein Team beim Kellerkind Döbeln im Einsatz (16 Uhr). Geben sich die Red Hocks in Sachsen keine Blöße, geht es am 21. März zuhause im letzten Hauptrundenspiel der Saison im direkten Duell mit dem FBC München um Tabellenplatz eins.