Startklar für die heiße Saisonphase: Toni Lahtinen und die Red Hocks blicken dem Start in die Playoffs bei Tollwut Ebersgöns entgegen. (Foto: Rubenwolf)
Halbfinalauftakt für die Red Hocks bei Tollwut Ebersgöns
Kaufering – Am Sonntag beginnt die Halbfinalserie für die Red Hocks Kaufering. Zwei Siege sind nötig, um den Einzug in die nächste Runde klar zu machen. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich zu Gast bei Tollwut Ebersgöns, dem Zweiten der Nord/West-Staffel der 2. FBL (14 Uhr).
Die Bärte sind bereits ein kleines Stück gewachsen – zumindest beim ein oder anderen. „Wir hatten schon das München-Spiel, in dem es um das Heimrecht für die restliche Saison ging, zum Auftakt der Playoffs erklärt“, schildert Co-Trainer Rasso Schorer. Seitdem bleiben die Rasierapparate im Schrank – so will es auch im Floorball die Tradition.
Nach dem Sieg zum Abschluss der Hauptrunde und dem dortigen ersten Platz gehe sein Team mit einem guten Gefühl in die heiße Saisonphase, blickt Headcoach Henrik Nordström auf den Halbfinalauftakt am Sonntag in Pohl-Göns. Doch wie gut ist Gegner Ebersgöns? Die Antwort fällt schwer.
Nachdem die Hessen den damaligen Erstligisten Kaufering im Frühjahr 2025 aus dem Pokalviertelfinale kegelten, übten die Red Hocks im Herbst mit einem klaren 11:1, abermals im Pokal, deutliche Revanche. Allerdings waren die Gäste seinerzeit auch deutlich dezimiert. Zuletzt, als es in ihrer Nord/West-Staffel der 2. FBL darum ging, sich einen der ersten zwei Plätze zu sichern, erwies sich Ebersgöns, das wohl erfahrenste Team im deutschen Unterhaus, als äußerst robust. „Zu glauben, dass wir uns von unserem deutlichen Sieg im letzten Spiel noch irgendwas kaufen können, wäre naiv“, mahnt Schorer. Es gelte: „Alles auf null.“
Stützen konnte man sich dabei auf die zweitsicherste Defensive der Liga (88 Gegentore aus 18 Spielen) und vor allem die treffsicherste Offensive. Aus dieser ragt die erste Angriffsreihe mit Anton Hautzel (68 Scorerpunkte aus 18 Spielen), Lian Rau (41; 15) und Marius Herrmann 38;18) deutlich heraus.
„Eine Herausforderung“
„Auswärts zu starten wird eine Herausforderung sein“, schwört Nordström die Lechfloorballer auf eine echte Reifeprüfung ein. Sein Team treffe auf eine starke Abwehr, die auf Fehler warten werde. „Wir müssen von Beginn an konzentriert sein, unsere Chancen nutzen, aber gleichzeitig daran denken, unsere Abwehr nicht zu vernachlässigen, in dem wir offensiv zu gierig werden.“ Im Lauf der Woche trainierten die Red Hocks annähernd in Vollbesetzung – nach jetzigem Stand treten die Kauferinger in beinahe kompletter Stärke an.
Nachdem gegen München rund 350 Fans bereits für eine playoffwürdige Stimmung im Sportzentrum gesorgt hatten, freuen sich die Red Hocks auch auswärts über Unterstützung. Restplätze im Bus waren zuletzt noch frei. Alle Infos dazu finden sich unter https://lets-meet.org/reg/1106a1159cb3e9b833