Bundesliga: Die heiße Saisonphase beginnt

Gegen Berlin (blau) wollen Kapitän Marco Tobisch und die Red Hocks einen weiteren Heimsieg einfahren.   (Foto: Finkenzeller)

 

Red Hocks Kaufering stehen zwei wichtige Bundesligaspiele bevor

Kaufering – Für die Bundesligafloorballer der Red Hocks Kaufering geht es in die heiße Phase: Am kommenden Wochenende stehen gleich zwei Duelle gegen direkte Konkurrenten auf dem Programm. Zunächst empfängt die Mannschaft von Trainer Markus Heinzelmann am Samstagabend die Berlin Rockets im Sportzentrum, ehe man am Sonntagnachmittag in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) gastiert.

Dabei ist bereits am Samstag große Spannung vorprogrammiert, denn in Spielen mit Berliner Beteiligung geht es in diesen Tagen stets eng zur Sache: Den formstarken „Piranhhas“ aus Hamburg trotzten die Berliner zuletzt einen Punkt ab, in Wernigerode und Schriesheim folgten wichtige Auswärtssiege im Rennen um den Klassenerhalt. So haben sich die „Rockets“ zuletzt schon Platz für Platz nach vorne geschoben und sich etwas Luft zu den Playdown-Plätzen verschafft.

Wollen die Red Hocks diese verlassen, dürfte der Schlüssel in der Kontrolle der ersten Berliner Reihe um den Angreifer Janne Makkonen liegen. Der Finne war bereits an 52 Treffern beteiligt und führt die Scorerliste der Bundesliga mit stolzem Vorsprung an. An mehr als jedem zweiten Tor der Hauptstädter ist Makkonen damit beteiligt. Gefüttert wird er insbesondere von Talent Vincent Jordan, der mit 22 Vorlagen zu den Top-Vorbereitern der Liga zählt. Einen zusätzlichen Schub dürfte den Berlinern auch Rückkehrer Lukas Brockmann geben, der nach seinem Comeback schon mehrfach getroffen hat.

„Vor allem auf unsere Kaltschnäuzigkeit und gute Zweikampfwerte wird es am Samstag ankommen“, blickt Verteidiger Benedikt Richardon voraus. Denn in den letzten Jahren fielen in Spielen zwischen Berlin und Kaufering auffällig wenige Tore. Umso schwerer dürfte deshalb der Heimvorteil wiegen: „Wir brauchen dringend auch die Energie von den Zuschauern, das pusht enorm und kann in jedem von uns noch ein paar Prozentpunkte freisetzen. Das Spiel gegen Berlin ist wohl mit das wichtigste in dieser Saison“, betont Richardon.

Am Sonntag geht´s zu den „Teufeln“

Gleich am Sonntag steht den Red Hocks dann ein weiteres wichtiges Spiel ins Haus – das Duell gegen die Red Devils Wernigerode, die derzeit auf Platz 10 und damit dem letztmöglichen Platz für den sicheren Klassenerhalt rangieren. Denn: Platz 11 (derzeit von den Red Hocks belegt) und 12 müssen in die Playdowns.

Umso wichtiger wäre aus Kauferinger Sicht ein Sieg, zumal der Gegner in diesen Tagen alles andere als ein Hoch durchlebt. Auf einen ordentlichen Saisonstart folgte für Wernigerode eine ganze Reihe an Niederlagen, sodass der letzte Bundesligasieg der Red Devils inzwischen rund fünf Monate zurückliegt. Beim Blick auf die jüngsten Ergebnisse zeigt sich aber auch: Kanonenfutter waren die „Teufel“ nur in Ausnahmefällen, zumeist verloren sie nur mit einem oder zwei Toren Differenz. „Leichte Gegner gibt es in dieser Liga sowieso nicht, jeder kann jeden schlagen. Unser Ziel ist es dennoch, an diesem Wochenende beide Spiele zu gewinnen – wenngleich wir natürlich wissen, dass es dafür zwei Top-Leistungen braucht“, erklärt Co-Trainer Christoph Huber.

Anpfiff des Heimspiels am Samstag gegen Berlin ist um 18 Uhr. Beginn am Sonntag in Wernigerode ist um 16 Uhr.