Herren holen gegen Devils ersten Saisonpunkt

Dennis Häringer (rechts) bejubelt den Ausgleich von Maxi Falkenberger.  Foto: Finkenzeller

 

Kaufering – Am vergangenen Samstag hatten die Kauferinger Red Hocks mit Wernigerode einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoffs zu Gast. Die personelle Ausgangslage war bestens. Es waren fast alle Akteure mit an Bord. Lediglich Dominik Stork fehlte verletzt. Dennoch verlief das Spiel nicht so, wie erhofft. Mehr als ein Unentschieden war für die Bundesliga-Floorballer nicht drin.

Der Start in Kaufering fand gut ins Spiel. Hinten stand man sicher und ließ wenig Chancen zu, lediglich nach vorne fehlte die letzte Durchschlagskraft. In der achten Spielminute erhielten die Red Hocks eine zweiminütige Zeitstrafe und die Gäste nutzen diese durch ein gut herausgespieltes Tor in. Einen hohen Pass vor das Tor der Red Hocks, verwerteten die Teufel zur 1:0-Führung. Der Plan, der mit einem dünnen Kader angereisten Teufel, schien vorerst aufzugehen. Wernigerode trat ab sofort mit mehr Selbstbewusstsein auf, die Gäste waren stets bemüht das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und kontrolliert aufzubauen, was den Red Hocks nicht wirklich in die Karten spielte. Selten schafften es die Kauferinger sich in aussichtsreiche Schussposition zu bringen und so konnten die Gäste die Führung in die erste Drittelpause bringen.

Im zweiten Drittel konnte man endlich mehr Willensstärke und Energie im Offensivspiel an den Tag legen und so wichtige Zweikämpfe für sich entscheiden. Dementsprechend war der Ausgleich in der 25. Spielminute durch Maxi Falkenberger, Vorlage Marco Keß, hochverdient. Die Spielanteile waren nun immer mehr auf Seiten der Red Hocks. Der nächste Treffer fiel jedoch auf der anderen Seite. Andersson traf nach einem Konter zur erneuten Führung für Wernigerode.

Die Einstellung und der Einsatz stimmten trotz des erneuten Rückstands. Ricardo Wipfler glich in der 31. Spielminute nach einem Traumpass von Christian Brücklmayr zum 2:2 aus. Die Red Hocks hatten nun deutlich mehr vom Spiel, scheiterten jedoch ein ums andere Mal am Torhüter der Harzer. In der 33. Spielminute konnte Wernigerode sich wieder in Führung bringen. Die Gäste waren an diesem Tag eiskalt vor dem Kauferinger Tor und so mussten die Mannen von Headcoach Markus Heinzelmann erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Erst 20 Sekunden vor Ende des zweiten Drittels konnten die Red Hocks den Spielstand wieder ausgleichen. Falkenberger traf erneut in Überzahl, auf Zuspiel von Wipfler.

Die Steigerung der Kauferinger Leistung setzte sich im letzten Drittel fort. Wernigerode, die nun oft versuchten das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und meist mit langen Bällen agierten, schafften es wiederum in Führung zu gehen. In der 51. Spielminute traf Marvin Selzer auf Zuspiel von Vojta Krupicka. Der Angriffslauf der Red Hocks setzte sich jedoch weiter fort. Chance um Chance wurde sich herausgespielt. Nur der Abschluss und die Qualität der herausgespielten Chancen ließen zu wünschen übrig. Mit seinem dritten Treffer am Abend glich Falkenberger auf Vorlage von Marco Tobisch in der 54. Spielminute zum 4:4 aus. Nachdem sowohl Kaufering als auch Wernigerode hochkarätige Chance liegen ließen, ging es in die Verlängerung. Auf Seiten der Red Hocks blieb auch in dieser Phase das Abschlussglück aus, sodass am Ende kein Sieger gefunden werden konnte.

Die Red Hocks holen somit ihren ersten Punkt in der aktuellen Saison, warten jedoch immer noch auf den ersten Dreier. „Das Gefühl sagt einem, dass heute definitiv zwei Punkte verloren wurden“, so Tobisch nach dem Spiel.

Insgesamt ist jedoch klar ein Aufwärtstrend sichtbar. Schon am kommenden Wochenende ist die nächste Siegchance beim Auswärtsspiel in Bonn gegeben. Anpfiff der Partie ist um 17 Uhr.