Doppelspitze: Red Hocks präsentieren Bundesliga-Trainerduo

Die Spielertrainer-Ära bei den Red Hocks ist mit seinem Einstieg beendet, doch auch hinter der Bande steigt der Puls bisweilen beträchtlich: Markus Heinzelmann ist neuer Headcoach der Kauferinger Bundesliga-Mannschaft, gemeinsam mit Christoph Huber gibt er fortan die taktische Richtung vor. (Foto: Finkenzeller)

 

Kaufering – Die Red Hocks Kaufering setzen in der kommenden Bundesliga-Saison auf ein Trainerduo: Markus Heinzelmann und Christoph Huber haben das Sagen. Nach drei Jahren, in denen die taktischen Geschicke der Lech-Floorballer von Spielertrainern gelenkt wurden, übernehmen mit ihnen wieder zwei Coaches das Ruder, die nicht nebenher auf dem Feld im Einsatz sind.

Raus aus dem Zweikampf, ab auf die Bank, einen Überblick verschaffen, kurze Ansage und zurück auf die Platte – die Anforderungen an einen Spielertrainer sind groß. „Es ist ein Spagat“, fasst Tobias Hutter zusammen, der diese Rolle in der vergangenen Bundesliga-Saison ausfüllte und die Red Hocks zum Klassenerhalt führte. „Dabei entgeht einem sicher bisweilen das ein oder andere Detail, das lässt sich manchmal wohl kaum vermeiden.“ Dass er sich in der kommenden Spielzeit wieder mit vollem Einsatz seinen Aufgaben auf dem Feld widmen kann, sieht der Angreifer dementsprechend positiv. Denn mit dem Einstieg Markus Heinzelmanns und dem Comeback Christoph Hubers, der ab Herbst hinter die Bande zurückkehrt, hat Hutters Doppelbelastung ein Ende.  

Der Kauferinger Heinzelmann war in den vergangenen Jahren für einige Nachwuchsmannschaften der Red Hocks sowie die süddeutsche U17-Auswahl verantwortlich, zuletzt betreute er die zweite Mannschaft und brachte sich in taktisch-beratender Funktion beim Bundesligateam ein. Huber war es indes, der die Red Hocks zuerst in die 2. Bundesliga, dann ins Oberhaus und dort zweimal in die Playoffs geführt hatte, ehe er sportlich für vier Spielzeiten etwas kürzer trat. „Christoph hat etliche Jahre Erfahrung und kennt die Jungs gut“, sagt der 49-jährige Heinzelmann über seinen Mitstreiter, der einige Jahre lang auch dem Trainerteam der deutschen Nationalmannschaft angehörte. Mit Huber, den weiteren Staff-Mitgliedern, dazu zählt er Fitnesscoach Marc Ullius und Neu-Physio Tashina Wende, sowie sich selbst, sieht er die Red Hocks „gut aufgestellt“.

Derzeit arbeitet Heinzelmann daran, dem jungen Bundesligateam seine Spielidee zu vermitteln. „Aus einer stabilen Defensive schnell und sauber nach vorne“, umschreibt er seine Vorstellung davon, wie die Red Hocks fortan zu Werke gehen sollen. Damit, wie seine Schützlinge mitziehen, ist er zufrieden: Youngsters und Routiniers seien auf dem Weg zu einem eingeschworenen Kollektiv. „Alle haben große Lust.“