Debakel verhindert

7:0 führten Johannes Weh (links) und seine Bonner schon, als die Red Hocks endlich ins Spiel fanden.   Foto: Finkenzeller

 

Red Hocks unterliegen mit 10:6 in Bonn

Kaufering – Die Vorzeichen für das Auswärtsspiel bei den SSF Dragons Bonn standen für die Red Hocks gut: vor zwei Wochen konnte man das Pokal-Match gegen ebenjenen Gegner in der eigenen Halle mit 6:5 für sich entscheiden. Zudem holte man vergangene Woche zum ersten Mal auch Zählbares in der Liga nach einem 4:4-Unentschieden gegen die Red Devils Wernigerode. Zwar konnte Bonn letzte Woche in der Liga auch überzeugen, dennoch traten die Red Hocks durchaus optimistisch und mit vollem Kader die Reise in die ehemalige Bundeshauptstadt an.

Das erste Drittel gab jedoch wenig Grund für Optimismus. Die Dragons Bonn fanden entschieden besser ins Spiel und so ließ die kalte Dusche nicht lange auf sich warten. Bereits nach vier Minuten konnte sich Bundesliga-Topscorer Florian Weißkirchen zentral den Ball erkämpfen und trocken zur Bonner Führung abschließen. Dies war für die Kauferinger nicht Warnung genug, denn nur zwei Minuten später war es wiederum Weißkirchen, der zum 0:2 erhöhte. Kaufering fand weiterhin nicht ins Spiel und vergab die wenigen eigenen Chance leichtfertig, während Bonn fortlaufend vor dem Tor eiskalt agierte. Folgerichtig ging es mit 0:4 in die Pause.

Im zweiten Drittel zeigte sich das gleiche Bild und nach nur 26 Spielminuten führten die Hausherren bereits mit 0:7. Erst durch eine Reihe Überzahlspielen gelang es den Red Hocks in das Spiel zu finden. Zwei Mal war es Ricardo Wipfler, der jeweils auf Zuspiel von Tobias Hutter im Powerplay einnetzen konnte. Als dann nur wenige Minuten später wiederum ein Bonner den Gang auf die Strafbank antreten musste, sah es kurzzeitig so aus, als ob die Kauferinger Floorballer endgültig wieder in das Spiel zurückfinden würden. Jedoch schafften sie es nicht den Schwung aus den vorangegangenen Powerplays mitzunehmen. Es gelang kein weiteres Tor und man musste sogar einen Gegentreffer hinnehmen. Zwar konnte Daniel Falkenberger noch vor der Drittelpause verkürzen, doch die Ausgangslage für das Schlussdrittel war mit 3:8 denkbar ungünstig.

Im Schlussabschnitt agierten die Red Hocks dementsprechend deutlich offensiver und bestimmten das Spielgeschehen weitgehend. Hutters Treffer auf Zuspiel von Martin Rieß nach fünf Minuten ließ kurzzeitig nochmal Hoffnung aufkeimen, die Gastgeber hatten aber nur 30 Sekunden später die passende Antwort parat und stellten den alten Abstand wieder her. Die Red Hocks gaben nicht auf und erarbeiteten sich weiterhin Chance um Chance, mehr als Ergebniskosmetik war aber schlussendlich nicht mehr zu erreichen. Zunächst erzielte Bonn noch das zehnte Tor durch ein unglückliches Eigentor der Kauferinger. In den Schlussminuten traf dann Maximillian Falkenberger zweimal per Rückhand zum Endstand von 6:10.

„Leider saßen wir zu Spielbeginn gefühlt noch im Bus und haben Grundlegendes wie Zweikampfbereitschaft und Einsatz vermissen lassen“, summiert Trainer Markus Heinzelmann. „Am Ende war das Defizit zu groß, als dass wir es durch die deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte hätten ausgleichen können.“

Bereits diese Woche haben die Red Hocks die Chance, es besser zu machen. Am Sonntag, 8. Dezember, um 16 Uhr empfangen die Lechstädter den ETV Hamburg im heimischen Sportzentrum.