Da gab es was zu jubeln: Kauferings zweite Mannschaft ist erneut Regionalligameister. (Foto: Rubenwolf/Archiv)
Zweitvertretung der Red Hocks holt dritten bayerischen Titel am Stück
Kaufering – Den dritten Meistertitel am Stück in der floorballshop.com Regionalliga Bayern und den vierten binnen fünf Jahren hat die Zweitvertretung der Red Hocks eingefahren. Drei Spieltage vor der Ziellinie ist sie rechnerisch nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Bis am Sonntag der 10:6-Sieg über Verfolger FBC München 3 eingefahren war, war aber einiges an Arbeit zu verrichten.
„In den ersten beiden Dritteln hatten wir immer wieder Schwierigkeiten, den Ball vorne festzumachen“, fasst Verteidiger Jonas Rubenwolf zusammen. „Individuelle Fehler im Aufbau und unnötige Ballverluste in der gegnerischen Hälfte haben uns zur zweiten Drittelpause sogar in Rückstand gebracht.“
Vor dem ersten Gang in die Kabine hatte ein Doppelschlag von Dominik Fellner (19.) und Lukas Trieb (20.) die zwischenzeitliche Münchener Führung, markiert durch Liga-Topscorer Martin Hempfling (14.), noch in eine Kauferinger Führung umgedreht, im zweiten Durchgang lief es dann jedoch genau anders herum. Gabriel Matics (32.) Ausgleich beantwortete Trieb noch erfolgreich (36.), dann aber schlugen Elias Miladinov (40.) und Hempfling (40./PP) zu. „Das Spiel war zudem körperlich intensiv und stark umkämpft, womit wir stellenweise Probleme hatten“, schildert Rubenwolf. Denn der spielstarke Münchener Nachwuchs wusste auch Zähne zu zeigen. „In 50/50-Bällen waren wir teilweise zu zögerlich“, habe sein Team das deutliche Plus an Erfahrung bis dahin nicht recht auszuspielen vermocht, so Rubenwolf.
Aus der zweiten Pause seien die Red Hocks dann aber „unheimlich stark“ zurückgekommen, freut sich der Verteidiger. „Die Umstellung auf zwei Reihen hat uns die nötige Stabilität gebracht.“ Auf diese Sicherheit aufbauend, zeigten sich die Red Hocks vorne eiskalt. Trieb (44.), Raphael Heinzelmann (50., 55.) und Spielertrainer Marco Tobisch (52.) schossen zunächst ein 7:4 heraus und auch eine Münchener Auszeit richtete zu diesem Zeitpunkt wenig aus. Spätestens nachdem Liga-Toptoschütze Trieb (55., 25. Saisontreffer) und Stefan Bergmair (57.) auf 9:4 erhöht hatten, waren das Spiel und die Meisterschaft entschieden. „Die Tore waren teilweise echt wunderschön herausgespielt“, so Rubenwolf, „der Kampfgeist und das Zusammenspiel im dritten Drittel haben uns den vorzeitigen Titel eingebracht.“ Tom Zöllner (60.) auf Kauferinger sowie Kai Finkenwirth (59., 60.) auf Münchener Seite trafen zum Endstand.