Mit Julius Harbich (vorne links), Moritz Trieb (hinten, 5. v. links), Felix Rist (vorne, 2. v. Links) und Rafael Wipfler (hinten, 2. v. Rechts) waren vier Red Hocks bei den Freundschaftsspielen der süddeutschen U15 in der Schweiz dabei. (Foto: Rimmelspacher)
Kaufering – Internationale Floorball- beziehungsweise Unihockey-Luft hat der süddeutsche U15-Landeskader am vergangenen Wochenende gesammelt. Zu Gast bei der Sportschule Erlen im Kanton Thurgau (Schweiz) traf man auf ein U14- sowie ein U13-Team der Gastgeber. Auf einen 4:3-Sieg folgte eine 1:6-Niederlage. Mit dabei waren vier Red Hocks.
Die Hoffnung auf eine anspruchsvolle Leistungsbestimmung habe sich erfüllt, fasst Landestrainer Maximilian Krammer zusammen. Dabei nahmen beide Partien einen sehr unterschiedlichen Verlauf.
„Im ersten Spiel gegen die U14 war es ein sehr intensives Spiel, bei dem wir dem Druck aber zumeist gut standgehalten haben“, so Krammer. Die eigene Defensive habe sich als recht sicher erwiesen, nach vorne sei sein Team überwiegend über Konter zu Chancen gekommen. „Auch gegen das Nachsetzen haben wir uns gut genug gewehrt.“ Drei Tore steuerte Angreifer Julius Harbich aus Kaufering bei.
Im zweiten Match aber habe man dann ein ums andere Mal keine Lösungen gefunden, um die kompakte Defensive der Talente aus dem Nachbarland vor Probleme zu stellen. Im Endeffekt fehle dem bayerischen und baden-württembergischen Nachwuchs hier das technische Etwas, um unter Druck ein sauberes Spiel aufzuziehen, bilanziert Krammer. „Kleine Fehler kosten einfach zu viel Zeit, wenn man auf diesem Niveau bestehen möchte.“ Den einzigen Treffer seines Teams in diesem Match legte Moritz Trieb von den Red Hocks auf, Rafael Wipfler hütete das süddeutsche Tor. Ebenfalls mit dabei war Angreifer Felix Rist aus Kaufering; Verteidiger Alexander Rüdiger hatte krankheitsbedingt absagen müssen.
Insgesamt gelte es im internationalen Vergleich noch festzuhalten, dass es in Deutschland in der Breite immer noch an floorballerischem Spielverständnis fehle, so Krammer. „Gute Entscheidungen zu treffen benötigt eben auch spielerische Erfahrung auf gutem Niveau, zumindest wenn man nachhaltige Entwicklungsschritte gehen möchte.“
Für den süddeutschen Landeskader seien beide Duelle sehr lehrreich gewesen. „Wir sind sehr froh darüber, dass die Spiele so unterschiedlichen Charakter hatten. Das gibt uns jetzt für die finale Saisonphase noch einmal gute Inputs, mit denen wir arbeiten können.“