Sieg Nummer vier im Derby

Der Knoten ist geplatzt: Gregor Denk erzielte in München seine Saisontreffer eins, zwei und drei. (Foto: Archiv/Finkenzeller)

Der Knoten ist geplatzt: Gregor Denk erzielte in München seine Saisontreffer eins, zwei und drei. (Foto: Archiv/Finkenzeller)

Kaufering – Der Bildungscampus in Riem bleibt ein gutes Pflaster für die Red Hocks: Kauferings Bundesliga-Floorballer entschieden das Bayern-Derby gegen den FBC München mit 3:5 für sich.

Ihre kleine Serie haben die Red Hocks auf vier Siege am Stück ausgebaut. Dabei waren es die Gastgeber, die den besseren Start erwischten. München fand nach einem Freischlag die schnelle Seitenverlagerung, Paul Handrich (5.) traf aus der Distanz. Kaufering sah sich zum wiederholten Male in dieser Saison durch eine Standardsituation übertölpelt. „Im ersten Drittel hatten wir etwas Schwierigkeiten und haben schläfrig gewirkt“, räumt Verteidiger Dominik Thiel ein. Aufgrund des jüngst vollzogenen Trainerwechsels beim FBC sei in der Spielvorbereitung zudem noch etwas undurchsichtig gewesen, welche taktische Marschroute sich der Gegner verordnen würde. 

Noch weiter auf Münchener Seite zu rutschen schien die Partie, nachdem Kauferings Lukas Trieb sich in einem ansonsten sehr gesittet geführten Derby für eine Unsportlichkeit eine Strafe von zehn Minuten einhandelte (8.). Zwar nutzte der FBC das Powerplay durch Imo Ziemendorf (9.) auch, zuvor aber meldete Gregor Denk seine Red Hocks erfolgreich im Spiel an: In Unterzahl zog der Angreifer zum Tor – nachdem sein Versuch regelwidrig gestoppt worden war, verwandelte er den fälligen Penalty gleich selbst (8.).

Wie gut dieser erste Saisontreffer nicht nur seinem Team, sondern auch dem Torschützen tat, zeigte sich einige Minuten später: Denk selbst fing einen missglückten Münchener Aufbauversuch ab und ließ sich per Doppelpass von Eetu Simola bedienen – 2:2 (15.).

Im zweiten Durchgang arbeitete sich Kaufering zunächst einige Vorteile heraus, umgemünzt wurden diese aber nur durch Calli Rieß, der einen Abpraller im Powerplay zur ersten Führung der Red Hocks nutzte. München kam erst gegen Ende des Drittels wieder zu mehreren Hochkarätern.

Ein Doppelschlag war es dann, der das Match vorentschied: Zunächst vollendete Jeremias Probst eine schöne Kombination mit Ferdinand Reichenberger aus kurzer Distanz (46.), nur 25 Sekunden später war es schon wieder Denk, der sich einen Ball erackerte und glücklich im Tor unterbrachte. Zur ganz großen Münchener Schlussoffensive kam es nicht mehr, das 3:5 in Überzahl durch Cem Beischl kam 22 Sekunden vor Schluss zu spät.

Am kommenden Samstag treten die Red Hocks im Rahmen der dritten Pokalrunde die weite Fahrt zum MTV Mittelnkirchen an (16 Uhr). Der ehemalige Zweitligist ist derzeit Tabellenführer der Regionalliga Nordwest.