Abräumer und Antreiber: Toni Lahtinen hatte auf und neben dem Feld großen Einfluss auf die Aufstiegssaison der Red Hocks. (Foto: Finkenzeller)
Kaufering – Dass es ein Miteinander auf Zeit war, war von Beginn an klar. Dennoch werden die Red Hocks Verteidiger Toni Lahtinen vermissen.
Der Job ruft, als Berufsfeuerwehrmann musste Lahtinen seine Stelle in der Heimat fristgerecht wieder antreten. „Toni hat uns viel Routine sowie Defensivstärke gebracht“, lobt Headcoach Henrik Nordström. Dadurch, wie er seinen immensen Erfahrungsschatz teilte, habe er einen großen Anteil am erfolgreichen Saisonverlauf gehabt. „Seine furchtlose Art auf dem Feld wird uns ebenso fehlen wie seine Haltung, mit der er sich, seine Mitspieler und auch uns Trainer anspornte.“
Offensiv brachte Lahtinen neun Tore und drei Vorlagen in 17 Hauptrundenspielen sowie einen Assist in fünf Playoff-Partien ein. Unvergessen bleibt sein Overtime-Siegtreffer in München. „Das war eines meiner Highlights“, so der 31-Jährige. Sein Saisonfazit fällt klassisch finnisch aus: „Wir haben die Arbeit erledigt, die wir erledigen mussten.“ Vermissen werde er das bayerische Bier und seine Teamkameraden.
„Ein großes Dankeschön für die harte Arbeit und dafür, dass du uns mit in die 1. FBL gebracht hast“, so Coach Nordström. „Toni war genau das Puzzlestück, das wir gebraucht haben“, stimmt Co-Trainer Rasso Schorer zu.
Statement Toni Lahtinen: „Die Saison ist zu Ende und ich muss meine berufliche Laufbahn in Finnland fortsetzen. Am meisten vermissen werde ich das bayerische helle Bier und gute Teamkollegen. Mein persönliches Highlight war das Overtime-Tor gegen München in der regulären Saison, glaube ich. Ich wünsche dem Team, dass es in der 1. FBL gut spielt und seine Spiele gewinnt. Den Spielern wünsche ich, dass sie dort ihre Komfortzone verlassen, um sich weiterzuentwickeln. Die reguläre Zweitligasaison fühlte sich aufgrund des Niveauunterschieds zwischen den Teams zu einfach an, aber wir haben die Arbeit erledigt, die wir erledigen mussten.“
Statement Henrik Nordström: „Toni brachte viel Erfahrung und defensive Stärke mit und hatte einen enormen Einfluss auf die Mannschaft. Er führte alle um ihn herum auf seine ganz eigene Art an und half der Mannschaft durch das Teilen seiner Erfahrung und seines Wissens während der gesamten Saison. Obwohl er kein großer Punktesammler war, fand er in entscheidenden Spielmomenten, wie zum Beispiel in München, immer wieder Wege, selbst zu punkten oder Vorlagen zu geben. Seine furchtlose Haltung wird ebenso vermisst werden wie die Art, wie er Erwartungen an seine Mitspieler und Trainer stellte. Ein riesiges Dankeschön für all die harte Arbeit, die du für dieses Team geleistet hast, und dafür, dass du uns mit in die 1. Bundesliga geführt hast.“