Für Ronja Trieb (hinten, 5. v. links) und die deutsche U19-Nationalmannschaft geht es ab dem heutigen Mittwoch in Berlin um das Ticket zur U19-WM. (Foto: Floorball Deutschland)
Kaufering – Wenn die U19-Nationalmannschaft der Damen ab dem heutigen Mittwoch in Berlin nach der WM-Qualifikation greift, ist auch Ronja Trieb (16) aus Kaufering dabei. Im Interview schildert die Floorballerin der Red Hocks, worauf es in den kommenden Tagen ankommt.
Servus Ronja, zunächst nochmal Glückwunsch zu deiner Nominierung. Wie hat es sich angefühlt, als dir das Trainerteam beim Lehrgang zu Beginn des Jahres die Zusage für die WM-Quali in Berlin gegeben hat?
Trieb: „Die ‚Wartezeit‘ hat sich für mich sehr lange und nervenaufreibend angefühlt, sodass ich im Moment der Zusage sehr glücklich und erleichtert war. Bis ich es realisiert habe, hat es aber auch bei mir einige Tage gedauert. Es ist ein Kindheitstraum, der für mich in Erfüllung geht.“
Und jetzt ist es soweit. Wie hast du dich auf die Aufgabe in Berlin vorbereitet? Mit den Herren 2, den Damen und den Nachwuchsteams der Red Hocks sowie mit dem FBC München in der internationalen Liga W IFL bist du ja vielfältig gefordert.
Trieb: „Wir hatten mit der Nationalmannschaft viele Trainingslager, in denen wir uns gut und intensiv vorbereitet haben. Zusätzlich habe ich jedes Teamtraining genutzt, um mich weiterzuentwickeln. Vor der Quali habe ich speziell noch an meinen Schwächen gearbeitet.“
Auf dem Feld bist du eine echte Allrounderin, jetzt bei der Quali wirst du als Angreiferin aufgeboten. Welche Aufgaben kommen auf dich ganz persönlich zu, wenn das deutsche Team vier Spiele in den kommenden fünf Tagen absolviert?
Trieb: „Als Flügelspieler sehe ich meine Rolle darin, Tempo und Tiefe ins Spiel zu bringen, defensiv zuverlässig zu arbeiten und dem Team Energie und Druck zu geben. Gerade in der Qualifikation geht es darum, konsequent zu sein und Verantwortung im Detail zu übernehmen.“
Was habt Ihr Euch darüber hinaus vorgenommen? Welche Ziele hat sich das Team gesteckt?
Trieb: „Eine erfolgreiche Quali soll uns für die WM eine gute Gruppe bringen. Dort ist es dann unser Ziel, in die A-Division aufzusteigen. Zu diesem Teamerfolg will ich meinen Teil beitragen, mich persönlich weiterentwickeln, wertvolle Erfahrungen sammeln und auch ein paar Tore schießen.“
Wenn es im Mai zur WM nach Italien gehen soll, muss das deutsche Team mindestens auf Platz zwei landen. Wie soll das klappen?
Trieb: „Wenn jeder seine Rolle annimmt und wir als Einheit auftreten, können wir unser Potenzial ausschöpfen. Der Weg dahin führt über Teamzusammenhalt, Disziplin und den gemeinsamen Willen.“
Ronja Trieb ist ab dem heutigen Mittwoch mit der deutschen Nationalmannschaft bei der U19-WM-Quali in Berlin gefordert. (Foto: Privat)
Ihr trefft zunächst auf Österreich (Mittwoch, 17 Uhr), dann auf die Ukraine (Donnerstag, 17 Uhr), Frankreich (Samstag, 15 Uhr) und Ungarn (Sonntag, 15 Uhr). Welcher Gegner steht für Euch besonders im Fokus?
Trieb: „Das Schlüsselspiel ist für uns gleich das erste, gegen Österreich. Wenn wir von Beginn an unser Tempo, unsere Intensität und unsere Struktur aufs Feld bringen, gibt uns das viel Selbstvertrauen und ein gutes Teamgefühl für das restliche Turnier.“
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