Mit fünf Treffern war Calli Rieß Kauferings erfolgreichster Torschütze am Wochenende. (Foto: Finkenzeller)
Kaufering – Auch das zweite Spiel binnen zwei Tagen haben die Red Hocks gewonnen. Auf den 10:0-Heimsieg gegen die Eisbären Juniors aus Berlin am Samstag folgte ein 6:3 gegen die Black Wolves des PSV Dessau.
Ein deutlich offeneres Spiel als tags zuvor entwickelte sich gegen Dessau. Beide Teams schlugen ein hohes Tempo an – zunächst jubelten aber erneut nur die Red Hocks. Bereits nach gut einer Minute traf Jeremias Probst aus der Halbdistanz, kurz darauf erhöhte Tobias Hutter nach einem Freischlag (4.). Nachdem Torwart Raphael Landherr die ein oder andere brenzlige Situation entschärft hatte, schlug endlich auch wieder das zuletzt mehrfach glücklose Powerplay zu: Calli Rieß netzte aus zentraler Position ein (20.). „Phasenweise konnten wir uns gut festsetzen und jene Räume finden, aus denen wir uns vorab gute Chancen ausgerechnet haben“, kommentiert Torwart Dominik Bürger, der nach seinem Shutour an diesem Tag Ersatzmann war.
„Leider mussten wir dann zu oft auf die Strafbank“, blickt Coach Nordström aufs zweite Drittel. Die erste Unterzahl verteidigte sein Team noch stark weg, nach einem Durchbruch Ferdinand Reichenberger bekamen die Red Hocks sogar einen Penalty zugesprochen, den Benedikt Föhr verwandelte (29.). Nachdem Topscorer Justin Düben dann aber das nächste Powerplay für die Black Wolves nutzte (36.) und Florian Hannes rasch nachlegte, nachdem er von mehreren Kauferingern zu zögerlich unter Druck gesetzt wurde (37.), wackelten die Hausherren kurz. „An solchen Zuordnungsfehlern müssen wir arbeiten“, findet Bürger.
Das letzte Drittel habe sein Team dann allerdings clever über die Bühne gebracht, lobt Nordström. „Unser breit besetzter Kader hat uns dabei geholfen, in einem sehr schnellen und physischen Spiel dagegen zu halten“, fasst auch Bürger zusammen. „Wir haben Dessau kaum Raum gegeben, seine Angriffe kontrolliert aufzuziehen.“
Die nächsten beiden Treffer resultierten jeweils aus hohen Balleroberungen. Zunächst war es Miro Akerlund, der zum 5:2 erhöhte (45.). Schon kurz darauf schlugen die Black Wolves auf ganz ähnliche Weise durch Jonas Balzer zu (47.). Die Red Hocks zeigten sich fortan aber gefestigt. Mit einem Kracher in Überzahl machte Hutter alles klar (57.). „Unser starkes Powerplay war ein entscheidender Faktor“, lobt Bürger.
„Ich bin sehr glücklich darüber, wie wir uns nach der Niederlage in Halle zurückgemeldet haben“, bilanziert Nordström. „Das zeichnet unser Team aus – wir lernen unsere Lektionen und erledigen unsere Aufgaben.“