Leitwolf Tobias Hutter und die Red Hocks haben den Aufstieg fest im Blick. Der FBC München steht mit dem Rücken zur Wand – und ist deshalb besonders gefährlich. (Foto: Rubenwolf)
Kaufering – Am vergangenen Sonntagabend war die Zufriedenheit groß, direkt danach galt es aber unvermindert am Ball zu bleiben: Wollen die Red Hocks sich die Zweitligameisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg sichern, müssen sie am kommenden Wochenende den zweiten Sieg in der Finalserie gegen den FBC München einfahren. Los geht es am Samstag um 18 Uhr im Sportzentrum.
Egal, ob am Serienauftakt ein Kantersieg stand wie zuletzt beim 10:2-Erfolg in München, oder ein enger Krimi: „Es geht wieder von vorne los“, schärft Kauferings Coach Henrik Nordström seinem Team ein. Die 1:0-Führung in der Serie bringt einen Matchball ein – doch sie ist auch äußerst dünn. Der FBC sei weiterhin ein Gegner auf Augenhöhe – und mit dem Rücken zur Wand ein äußerst gefährlicher. „Sie werden mit Wucht zurückkommen wollen“, mahnt der Trainer der Red Hocks, der Kaltschnäuzigkeit und Anpassungsfähigkeit vor Beginn des Finalduells als entscheidende Faktoren ausgemacht hatte.
„Spüre einfach nur Vorfreude“
„Wir werden weiterhin diszipliniert und mit dem richtigen Maß an Selbstvertrauen unser Spiel durchziehen“, verspricht Angreifer Calli Rieß, dessen enormes Arbeitspensum über die ganze Saison hinweg sinnbildlich für den intensiven Stil seines Teams steht. Nach den Jahren im Abstiegskampf der 1. FBL sei das Team knifflige Situationen gewohnt, schildert Verteidiger Marco Tobisch. „Dieses ist das erste Jahr, wo wir mal wieder völlig befreit aufspielen konnten. Ich spüre keinen Druck, einfach nur große Vorfreude.“
Wieso solle nicht auch sein FBC-München am Samstag plötzlich mit 3:0 vorne liegen und Oberwasser bekommen, hatte der Ex-Kauferinger Julian Rüger gleich nach dem Abpfiff des jüngsten Duells nach vorne geblickt. Gleiche man die Serie aus, wechsle das Momentum die Seite. Derbys zwischen beiden Teams seien stets von Emotionen auf und neben dem Feld geprägt. „Da ist alles möglich.“
In den bisherigen vier Saisonduellen mit dem FBC München waren Kapitän Martin Rieß und die Red Hocks stets einen Schritt voraus. Damit das nicht nur Statistik bleibt, ist am Wochenende noch ein Sieg nötig. (Foto: Rubenwolf)
„Gemeinsam unter Dach und Fach“
„Wir brauchen am Samstag ein vollbesetztes und ausverkauftes Sportzentrum in Rot und Weiß“, appelliert Nordström, dessen Team im Lauf der Trainingswoche beinahe komplett antreten konnte. „Gemeinsam werden wir den Aufstieg zu Hause unter Dach und Fach bringen.“ Auf die Rückendeckung der Fans baut auch Calli Rieß: „Mit euch auf der Tribüne steht dem ganz großen Wurf nichts mehr im Wege!" Dann gehe der Samstag als ein ganz besonderes Datum in die Geschichte der Lechfloorballer ein, so Tobisch.
Spielbeginn ist am Samstag um 18 Uhr im Kauferinger Sportzentrum. Gleicht München die Serie aus, findet das entscheidende Match tags darauf um 16 Uhr an gleicher Stelle statt. Der Verlierer der Finalspiele erhält in der Relegation gegen den SC Potsdam eine weitere Aufstiegschance.