Klarer Underdog im Pokalviertelfinale: Red Hocks empfangen Chemnitz

Wollen Marco Tobisch und die Red Hocks ins Final4, muss noch ein weiterer Sieg her. Gegen die Floor Fighters Chemnitz muss dafür aber alles passen. (Foto: Finkenzeller)

Wollen Marco Tobisch und die Red Hocks ins Final4, muss noch ein weiterer Sieg her. Gegen die Floor Fighters Chemnitz muss dafür aber alles passen. (Foto: Finkenzeller)

Kaufering – Einen der größten Brocken, den der deutsche Floorball derzeit zu bieten hat, gilt es für die Red Hocks auf dem Weg ins Final4 des Pokalwettbewerbs aus dem Weg zu räumen. Am Samstag sind die Floor Fighters Chemnitz, der aktuelle Tabellendritte der 1. FBL, zum Viertelfinale im Kauferinger Sportzentrum zu Gast (18 Uhr).

Zuletzt hatten sich beide Teams im Pokal im Januar 2023 gegenüber gestanden. Auch damals war es das Viertelfinale, auch damals traf man am Lech aufeinander. Seinerzeit bogen die Gastgeber einen zwischenzeitlichen 2:5-Rückstand noch in ein 6:6, ehe Moritz Leonhardt die Kauferinger in der Verlängerung per Penalty ins Final4 schickte. 

Doch seitdem hat sich viel getan. Die Floor Fighters aus Sachsen mauserten sich zu einer der Top-Adressen in der 1. FBL, gestützt auch auf den Umstand, dass es im Floorball keine Kontingentspielerbegrenzung gibt. Mit derzeit acht Legionären – drei Tschechen und fünf Finnen – machen die Chemnitzer von dieser Freiheit ausgiebig Gebrauch. Erst im Januar wurde die Rückkehr von Olli Vikman verkündet; der Bundesligatopscorer der Saison 2023/24 fügte sich mit drei Toren und sechs Vorlagen aus drei Spielen gleich standesgemäß ein. Bester Punktesammler in der mit 111 Toren aus 15 Partien gefährlichsten Offensive der 1. FBL ist Viljami Hana (14 Spiele, 18 Tore, 8 Vorlagen). Gleichzeitig sind auch 67 Gegentore Ligabestwert. Im Viertelfinale des Jahres 2023 war Leevi Väänänen noch im Trikot der Red Hocks dabei – nun kommt es zum Wiedersehen, denn der Ex-Kauferinger ist mittlerweile ein Chemnitzer .

„Wir bekommen es nun im Pokal endlich mit einem Erstligisten zu tun – und nicht nur irgendeinem“, brennt Kauferings Coach Henrik Nordström auf diesen sportlichen Härtetest am Samstag. Sein Team habe die vergangenen zwei spielfreien Wochen genutzt, um die Akkus wieder aufzuladen und sich eingehend vorzubereiten. „Das wird ein fantastisches Spiel“, ist sich der Trainer sicher.

Seinem Team steht wohl fast der gesamte Kader zur Verfügung. „Wir sind hochmotiviert“, so Nordström: „Ein guter Gegner, eine starke Form, Selbstvertrauen und ein Spiel vor unseren eigenen Fans – wir sind nur noch einen Sieg vom Final4 entfernt!“