Holten Süddeutsches Silber und das DM-Ticket: die U13 der Red Hocks. (Foto: Privat)
Kaufering – Wenn am 4. und 5. Juli in Schenefeld der deutsche U13-Meister ermittelt wird, sind die Red Hocks mit dabei: Bei der süddeutschen Meisterschaft in München schnappten sich die Lechfloorballer Silber und die damit verbundene Qualifikation zur Endrunde. Dabei glich das letzte Spiel einem echten Krimi: Nach einer Aufholjagd und zwei Toren in den letzten zehn Sekunden der regulären Spielzeit fiel die Entscheidung erst in der Verlängerung.
„Das letzte Spiel war ohne Zweifel unser dramatischstes“, fasst Verena Spielvogel, Teil des Kauferinger Trainerteams, nach der Süddeutschen Meisterschaft zusammen. Der bis dahin schon lange Wettkampftag hatte mehrere Ausfälle hervorgebracht. Vor dem entscheidenden Duell mit dem SV Nordheim galt es kurzfristig umzustellen. „Das Spiel war entsprechend eng und stand bis zur letzten Sekunde auf der Kippe.“
Am Siedepunkt war das Geschehen dann in der letzten Minute. Acht Sekunden vor dem Ende erzielten die Red Hocks das vermeintlich erlösende 8:7 – um dann eine Sekunde vor den Schlusssirene noch den Ausgleich hinnehmen zu müssen. „Beide Mannschaften warfen nochmal alles rein und wollten es wissen“, bestätigen die Nordheimer Trainer Jonas Knaus und Marco Endter. In der Verlängerung waren die Kauferinger dann fast schon auf der letzten Rille unterwegs – doch schon nach 36 Sekunden in der Overtime fiel der erlösende 9:8-Siegtreffer. „Ein traumhaft herausgespieltes Tor, das wir so schnell nicht vergessen werden“, jubelt Spielvogel. „Bitter für Nordheim, die mit ihrem kleinen Team eine wahnsinnig starke Leistung abgeliefert und uns so sehr unter Druck gesetzt haben – aber wir freuen uns nun natürlich über unseren zweiten Platz und die damit verbundene Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.“
Zuvor hatte ihr Team gegen den TV Schriesheim überhaupt nichts anbrennen lassen und mit 22:2 einen deutlichen Auftaktsieg gegen den baden-württembergischen Meister eingefahren. Dieser Schwung bescherte dann auch einen guten Start gegen den bayerischen Champion FBC München. Kurz nach Wiederanpfiff der zweiten Hälfte führten die Kauferinger sogar 3:1 – um sich durch zwei Strafen dann aber aus dem Konzept bringen zu lassen. „Unser Rhythmus ging verloren, München nutzte die Überzahlsituationen konsequent aus und drehte das Spiel.“ Dass fortan auch noch die eigene Chancenverwertung nachließ, habe die Köpfe immer weiter nach unten gehen lassen. „Am Ende stand ein 4:9 – eine bittere Erfahrung, die uns gezeigt hat, wie wichtig Disziplin, aber vor allem auch mentale und physische Stärke über die vollen 40 Minuten ist“, bilanziert Spielvogel.
Doch nach dem Happy End bietet sich die Chance, diese Lerneffekte in die Tat umzusetzen – bei der Deutschen Meisterschaft in Schenefeld.