„Die drei Punkte müssen auf unser Konto“: Red Hocks treten beim Vorletzten an

„Konzentriert bleiben“, fordert Benedikt Föhr vor dem Gastspiel in Döbeln. (Foto: Finkenzeller)

„Konzentriert bleiben“, fordert Benedikt Föhr vor dem Gastspiel in Döbeln. (Foto: Finkenzeller) 

Kaufering – Ein Spiel für die Köpfe steht den Red Hocks am Samstag (16 Uhr) in Döbeln bevor. Die Kauferinger brauchen drei Zähler für eine gute Ausgangslage für das Spiel um den ersten Platz eine Woche danach gegen München. Der gastgebende UHC steht mit einem Bein in den Playdowns und wird sich dieses drohenden Schicksals mit Händen und Füßen erwehren.

Zu Saisonbeginn hatte Döbeln einen passiven Spielansatz gewählt. Die Igeltaktik ging nicht auf. Zu viele Gegentore hinten, zu wenig Punch in den eigenen Kontern. Mit derzeit 74 Treffern aus 16 Partien stellen die Sachsen die harmloseste Offensive der Liga. Zwar kamen kleine Achtungserfolge herum – beispielsweise eine 1:0-Führung nach dem ersten Drittel in Kaufering. So wie in dieser Partie, die schlussendlich mit 10:2 für die Red Hocks endete, lief es aber oftmals: Unter dem Strich war der UHC zu zahm.

Dieses Problem wurde erkannt. Im Winter verordneten sich die Stiefelstädter eine deutlich aggressivere und galligere Gangart. Punktemäßig ließ der große Durchbruch zwar weiterhin auf sich warten, knappe Niederlagen wie das 5:6 gegen München und ein 6:7 gegen Wernigerode ließen aber aufhorchen. 

Dann kam der vergangene Samstag und eine 4:7-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Berlin. Döbeln rutschte zurück auf den vorletzten Tabellenplatz und damit in die rote Zone. Der UHC wankt – und ist damit vermutlich besonders gefährlich.

„Wir müssen konzentriert bleiben und unseren Floorball spielen“, blickt Kauferings Benedikt Föhr voraus. Gegen auf dem Papier leichtere Gegner verliere man derzeit zwar keine Spiele – den „Faden“ stellenweise aber durchaus. Hier gelte es die Sinne zu schärfen. Ob die Red Hocks dabei in Vollbesetzung antreten können, ist noch nicht ganz klar. Zwar hat Toni Lahtinen seine Sperre abgesessen, die derzeitige Erkältungswelle ist aber noch nicht abgeklungen. So oder so: „Wir sind Tabellenführer und wollen es auch bleiben; die drei Punkte müssen unbedingt auf unser Konto“, fordert Föhr.

Übrigens haben die Red Hocks durchaus gute Erinnerungen an Gegner Döbeln. Nach dem Aufstieg im Jahr 2013 war der UHC die allererste Mannschaft, auf die die Red Hocks trafen. Mit 7:2 endete die Premiere in der 1. FBL erfolgreich – nun wollen die Lechfloorballer zurück ins Oberhaus.