Aufrappeln, weiter geht‘s

Ausgerutscht sind die Red Hocks bei den Saalebibern. Zuhause gegen Berlin und Dessau wollen es Ferdinand Reichenberger, John Blümke und Co nun wieder besser machen. (Foto: Finkenzeller)

Ausgerutscht sind die Red Hocks bei den Saalebibern. Zuhause gegen Berlin und Dessau wollen es Ferdinand Reichenberger, John Blümke und Co nun wieder besser machen. (Foto: Finkenzeller)

Jetzt hat es also auch die Red Hocks erwischt: Zum Rückrundenstart unterlagen die Kauferinger nach Verlängerung mit 6:7 bei den Saalebibern in Halle. Die Tabellenführung ist damit zunächst einmal futsch. Am kommenden Wochenende bieten zwei Heimspiele gleich eine doppelte Chance, wieder in die Spur zu finden.

Kaufering – Zweimal hatten die Lechfloorballer in der bisherigen Saison in die Verlängerung gemusst, beide Male behielten sie die Oberhand. Doch in Halle kam es anders. Nach 79 Sekunden in der Overtime sicherte Fabian Baierl den Gastgebern den Zusatzpunkt.

Der vierte Treffer des Saalebiber-Kapitäns glich dabei den meisten Toren, die die Red Hocks schon bis dahin schlucken mussten. Stand die erste gegnerische Reihe auf dem Feld, fanden die Red Hocks viel zu selten den richtigen Zugriff. „Auch wenn wir wussten, was Halle vorhatte, konnten wir sie dieses Mal nicht aufhalten“, will Trainer Henrik Nordström sich nicht aus der Kritik nach dem Spiel herausnehmen.

Dabei war die Partie aus Kauferinger Sicht noch bilderbuchmäßig losgegangen. Nach gerade einmal 31 Sekunden knallte Calli Rieß den Ball in den Winkel, den er zuvor im Spielaufbau des USV abgefangen hatte. Lange Bestand hatte aber schon diese Führung nicht: Rund eine Minute später schlug ein Freischlag von Liga-Topscorer Jonas Knofe im kurzen Eck ein.

„Wir hatten einen harten Kampf erwartet und genau den haben wir bekommen“, fasst Nordström zusammen. Nachdem ein Distanzschuss Toni Lahtinens (12.) den Weg durch einiges an Gedränge ins Biber-Tor fand, stellte Baierl (14.) am Ende einer blitzsauberen Kombination auf 2:2, dann ging es in die Kabine.

Zurück auf dem Feld tappten die Red Hocks folgenreich in die gegnerische Pressingfalle – erstmals galt es sich nach Baierls nächstem Treffer (25.) eines Rückstands zu erwehren. Das klappte: Marco Tobisch glich nach einem schönen Lauf rasch aus (25.) und auch auf Baierls nächsten Streich, diesmal nach einem Abpraller aus kurzer Distanz (29.), fand Kaufering eine Antwort: Johannes Probst spielte Bruder Jeremias frei und der Youngster vollstreckte.

Im letzten Drittel schienen die Red Hocks zurück zu gewohnter Stabilität zu finden. Benedikt Föhrs Kontertreffer zum 5:4 (42.) war lange nicht in Gefahr und hätte im Powerplay gut und gerne noch ausgebaut werden können – doch es kam erneut anders: Ein Distanzschuss Knofes (52.) und ein zu lasch verteidigter Abschluss Tim Oberländers aus zentraler Position (54.) brachten die Kauferinger ins Hintertreffen.

Nach einem weiteren raschen Gegenstoß egalisierte Gregor Denk letztmals (54.). Beiden Teams bot sich noch die Chance zur Entscheidung – doch am Ende ging es in die Verlängerung. „Wir sind natürlich enttäuscht“, räumt Nordstöm nach deren erfolglosem Verlauf ein. „Jetzt liegt es an uns zu zeigen, was für eine Mannschaft wir sein wollen“, richtet Kauferings Coach den Blick aufs nächste Wochenende.

Denn am Samstag empfängt sein Team zunächst die Eisbären Juniors aus Berlin (18 Uhr). Tags darauf sind die Black Wolves des PSV Dessau zu Gast (16 Uhr).