Schwere Aufgabe beim Tabellenzweiten

Im Hinspiel trafen die Floor Fighters Chemnitz (blau) im Kauferinger Sportzentrum 14 Mal. Am Samstag hofft Torhüter David Winzinger auf mehr Gegenwehr seiner Vorderleute.    Foto: Finkenzeller

 

Floorball Bundesliga: Red Hocks hoffen auf Überraschung in Chemnitz

Kaufering - Nachdem die deutsche Nationalmannschaft - diesmal ohne Beteiligung aus der Kauferinger Bundesliga-Mannschaft - die WM-Qualifikation erfolgreich hinter sich gebracht hat, geht es am bevorstehenden Wochenende wieder um Ligapunkte. Den Red Hocks steht dabei mit einem Gastspiel beim Tabellenzweiten Floor Fighters Chemnitz eine schwere Aufgabe bevor.

 

Als die Jungs aus der ehemaligen Karl-Marx-Stadt am dritten Spieltag in Kaufering aufgeschlagen waren, hatten sie bereits gezeigt, warum sie die Überraschung der Saison sind. Nicht nur hatten sie damals mit einem deutlichen 14:4 ihren eigenen Saisonstart perfekt gemacht - vor allem die Art und Weise, wie die Blauen bei schnellen Gegenangriffen stets clevere Entscheidungen trafen und ihre Tore mit Direktpässen herausspielten, beeindruckte die Kauferinger. "In dieser Saison haben die finnischen Verstärkungen bei Chemnitz voll eingeschlagen, sie haben das auch zuvor schon gute Offensivspiel nochmal auf ein neues Niveau gehoben", muss auch Red Hocks-Kapitän Marco Tobisch anerkennen. Dabei hatte das Hinspiel für sein Team gar nicht so schlecht begonnen, denn früh hatten Martin Rieß und Daniel Falkenberger die jungen Kauferinger in Führung geschossen. Wenig später hatten sich die Top-Akteure auf Chemnitzer Seite aber eingespielt und drehten noch bis zur ersten Drittelpause den Spielstand zum 2:6. Und auch danach mussten sich die Fans im Sportzentrum eingestehen, dass ihre Mannschaft den spielfreudigen Chemnitzern an diesem Tag nicht gewachsen war.

Was den Kauferingern fürs Rückspiel aber Hoffnung macht: "Mit vielen jungen, neuen Spielern im Team haben wir einige Wochen gebraucht, bis wir uns gefunden hatten. Vor allem im Dezember und Januar haben wir in meinen Augen aber schon große Fortschritte gezeigt", sagt Tobisch. Deshalb trete man die Fahrt nach Sachsen zwar trotzdem mit Respekt aber mit deutlich mehr Optimismus als im Hinspiel an. Und auch im Training sind die Red Hocks in den spielfreien Wochen, insbesondere in den Bereichen Physis und Technik, einen Schritt weitergekommen. Die Reihen, so sagt Trainer Markus Heinzelmann, habe man aber nur zum Teil planmäßig einspielen können, denn auch vor der Marktgemeinde Kaufering machte die jüngste Grippewelle nicht Halt. Dazu kamen mehrere kleinere Verletzungen. "Jetzt stehen die entscheidenden Wochen an. Wir wollen unbedingt den Abstand zu den Mannschaften vor uns verkürzen und Punkte in Chemnitz wären da wirklich Big Points", sagt Trainer Heinzelmann.

Nach wie vor rangieren die Red Hocks auf Platz 10 und sind damit Schlusslicht der Floorball Bundesliga. Nach den jüngsten Siegen könnten sie mit drei Punkten in Chemnitz am Wochenende auf Platz 8 vorrücken. Anpfiff in Chemnitz ist am Samstag, 8. Februar, um 18 Uhr.