Red Hocks besetzen erstmals eine FSJ-Stelle

Spartenleiter Kevin Keß tritt in Kürze sein  FSJ bei den Red Hocks an.     Foto: Finkenzeller

 

Kaufering – Sich im Vereinsleben zu engagieren, gemeinsam etwas zu bewegen, das ist eine ebenso erfüllende wie zeitintensive Angelegenheit. Um ihre Entwicklung voranzutreiben, gehen die Floorballer des VfL Kaufering nun einen für sie neuen Schritt: Mit Spartenleiter Kevin Keß kümmert sich erstmalig ein Hauptamtlicher um die Belange der Red Hocks. Der 23-Jährige tritt ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an.

Servus Kevin, vor mittlerweile eineinhalb Jahren hast du das Amt als Spartenleiter der Red Hocks übernommen. Wie lief es seitdem?

Keß: „Sehr gut. Nach dem Einarbeiten haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie wir unsere Sparte und die Sportart Floorball in Kaufering und Umgebung voranbringen wollen.“

Wie sehen diese konkret aus?

Keß: „Um zwei Beispiele zu nennen: Die Ausbildung unserer Trainer ist ein Prozess, in dem wir Fortschritte erzielen. Darauf richten wir auch in Zukunft ein großes Augenmerk. Großes Potenzial erkennen wir auch darin, Floorball an die Schulen der Region zu bringen.

Damit verbunden ist auch ein großer zeitlicher Aufwand.

Keß: „Richtig – da kommt das Freiwillige Soziale Jahr ins Spiel, das ich ab Ende August in der Sparte Floorball aufnehme. All unsere bisherigen Erfolge beruhen auf dem ehrenamtlichen Engagement unserer Mitglieder. Das ist unserer Basis, das wollen wir so fortführen. Um aber auch nochmal draufsatteln zu können, ist das FSJ ein wichtiger Baustein. Beispielsweise eben in Hinblick auf die Arbeit an Schulen, aber auch andere Projekte. Denn das FSJ wird dafür sorgen, dass sich eine einzelne Person – aktuell eben ich – 38,5 Stunden pro Woche um weitere Aufgaben kümmern kann.“

Du bist also sozusagen der erste Profi, der sich um die Belange der Red Hocks kümmert. Wie wird dein Alltag aussehen?

Keß: „Neben der Arbeit mit Schulgruppen werde ich drei unserer Mannschaften betreuen: die U11, die U17 und die zweite Herrenmannschaft. Ich bin außerdem mitverantwortlich für die Betreuung unserer Sponsoren und die Akquise neuer Partner. Ferner habe ich schon einige Ideen zu neuen Projekten, die ich umsetzen will. Dazu kommt die Verwaltungsarbeit, die ich auch bisher als Spartenleiter betrieben habe.“

Das FSJ kostet die Sparte eine Summe von 460 € im Monat. Aus welchen Einnahmen speist sich das?

Keß: „Zum einen aus unseren Mitgliedsbeiträgen und unserem Spartenbeitrag. Auch unser Förderverein ist eine große Hilfe. Ziel ist es, dass meine Arbeit im Sponsoring und in den Schulen die FSJ-Ausgaben mindestens aufwiegen.“

Warum hast du dich privat entschieden, ab dem Sommer ein FSJ anzutreten?

Keß: „Ich befinde mich aktuell in den finalen Zügen meines Bachelorstudiums, das ich im August abschließe. Für den Master wird es mich nach Norddeutschland verschlagen. Davor möchte ich mich ein Jahr lang in einem FSJ einbringen.“

Und wieso genau bei den Red Hocks?

Keß: „Ich finde, wir befinden uns in einer sehr spannenden Entwicklungsphase. Seit unserer Gründung im Jahr 2004 sind wir zu einer fast 300 Personen starken Sparte angewachsen, in der weiterhin ein familiäres Miteinander herrscht. Aus diesem Grund reizt es mich immer wieder, mich hier zu engagieren und unsere Entwicklung voranzutreiben. Ich freue mich sehr , wenn sich uns noch viele anschließen. Denn gemeinsamen können wir so viel erreichen.“

Was geschieht mit dem Posten und der Schularbeit, sobald du dein FSJ beendet hast?

Keß: „Zum einen hoffe ich, dass die Lehrer auf den Geschmack kommen, wir ein Jahr lang einen intensiven Austausch pflegen und Floorball somit auch über das Schuljahr 2019/20 in den Sportstunden seinen Platz einnimmt. Die Projekte und Grundlagenarbeit in der Sparte will ich darauf ausrichten, dass sie auch nach meinem FSJ Bestand haben. Und natürlich streben wir an, dass wir die Stelle nach meinem Abgang neu besetzen. Ich will der erste in einer Reihe noch vieler motivierter Interessenten sein.“