Junge Mannschaft, erste Früchte

Hier am Boden, am Ende obenauf: Johannes Föhrs (rechts) spätes 5:4 brachte den Kauferinger Sieg. (Foto: Manhart)

Auf letzten Drücker: Kauferings Regionalliga-Floorballer schlagen Donau-Floorball 2

Augsburg – Acht Wochen hat die zweite Garde der Red Hocks nach ihrem Pokalaus und ihrem Regionalligaauftakt warten müssen, nun war sie wieder gefordert. Das seitdem intensive Training trägt Früchte: Mit viel Selbstbewusstsein behielten die stark verbesserten Kauferinger in einem bis zum Schluss ganz engen Spiel die Oberhand. Gegen einen guten Bekannten der vergangenen Jahre, die Reserve der SG Donau Floorball, gelang ein 6:4-Sieg.

Nach acht Wochen Trainingseifer zeigten sich die Red Hocks gereift – und das von Beginn an. Die gesamte Partie wurde sehr intensiv, aber – zumindest fast zum Ende – auch fair geführt. Zunächst waren beide Teams sowohl technisch als auch taktisch auf Augenhöhe, doch den Löwen vom Lech gelang bereits in der vierten Minute der Führungstreffer durch Raphael Heinzelmann auf Zuspiel von Niclas Schwarz. Nur drei Minuten später allerdings stellten die Ingolstädter durch David Kraus den Gleichstand wieder her und in der Folge pressten die Floorballer von der Donau die Roten immer mehr in deren eigene Hälfte. So erlief Marc Lippert aber ein Befreiungsschlag von Markus Keßler und nach seinem tödlichen Pass zimmerte Lukas Wexenberger den Ball unhaltbar unter die Latte (11.) Ins darauffolgende Luftholen der Spielgemeinschaft hinein erhöhte Tizian Heinzelmann auf Vorlage von Daniel Falkenberger auf 3:1 (14.). Nur eine Minute später schloss die SG durch Michael Bachmann aber wieder auf.

Die starken Abwehrleistungen ließen in der ersten Viertelstunde des zweiten Drittels keine Tore zu. In der 35. Spielminute verletzte sich Kauferings Kapitän Lukas Wexenberger ohne Fremdeinwirkung so sehr, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. Währenddessen und ohne seinen Ausfall richtig registriert zu haben, erhöhte seine Reihe auf Zuspiel Lipperts durch Jessica Schwarz auf 4:2. Freude und Entsetzen der Red Hocks lagen hier sehr nahe beieinander und David Kraus stellte nur eine Minute später den Ein-Tor-Abstand wieder her.

Im letzten Drittel drängten die Ingolstädter immer mehr und versuchten, durch konsequentes Forechecking Fehler zu erzwingen. Die jungen Kauferinger blieben unbeeindruckt, doch eine Strafzeit führte in der 57. Minute zum Ausgleich.

Die letzten Minuten wurden nun sehr intensiv und impulsiv von beiden Seiten geführt. Umso größer war der Jubel, als 40 Sekunden vor Schluss Johannes Föhr einen Volleyschuss unhaltbar versenkte und seine Kauferinger erlöste. „Zuvor ging im Zweikampf noch ein Donau-Floorball-Schläger zu Bruch und der frustrierte Besitzer musste noch ein 'Keiner-weiß-wie-Tor' von Daniel Falkenberger 17 Sekunden vor Schluss mit ansehen“, fasst Kauferings Torwart Tom Heubeck die letzten Minuten zusammen.

„Wir haben aus einer sicheren Abwehr heraus viele Abschlüsse erspielt und uns für unseren Einsatz während unserer langen Spielpause belohnt,“ zog Coach Kevin Keß gemeinsam mit Co-Trainer Tom Richardon sein sichtlich erleichtertes Fazit. Kapitän Lukas Wexenberger bedankte sich für die überragende Vorstellung vor allem der jungen Spieler, die sich in dem sehr körperbetonten Spiel mehr als wacker schlugen.

Am nächsten Sonntag, 1. Dezember, empfängt die zweite Mannschaft der Red Hocks um 10 Uhr die Nuts 04 aus Nürnberg in der Landsberger Isidor-Hipper-Halle.

Jonas Nieberle und die Verteidigung der Red Hocks erwehrte sich des gegnerischen Drucks lange hervorragend. Am Ende siegten die Kauferinger mit 6:4. (Foto: Manhart)