Internationale Floorball-Luft

Für Laura Ballweg, Nina Opitz und Malin de Renteria (v. links) waren die Prague Games eine erste Möglichkeit, Erfahrung im Trikot der Nationalmannschaft zu sammeln. (Foto: Privat)

Kauferinger Trio mit der deutschen U16-Nationalmannschaft in Prag

Prag – In der Floorball-Welt sind die Prague Games auch 2019 einer der ganz großen jährlichen Treffpunkte gewesen. Vereine aus der ganzen Welt entsenden ihre Teams jährlich hierher, über 400 Mannschaften aus 14 Ländern haben sich diesmal in elf verschiedenen Kategorien gemessen. Auch die deutsche weibliche U16-Nationalmannschaft nutzte die Gelegenheit, Spielpraxis zu sammeln. Im Kader der Adlerträgerinnen, für die nach sechs Partien im Achtelfinale Schluss war, standen mit Laura Ballweg, Malin de Renteria und Nina Opitz auch drei Spielerinnen der Red Hocks Kaufering.

Servus Mädels und Glückwunsch zu den ersten Erfahrungen im Nationaltrikot. Wie liefen die Prague Games denn für Euch persönlich?

Opitz:„Neben dem Debüt bei Spielen der Nationalmannschaft war es ja auch das erste Mal, dass ich auf dem Großfeld stand. Daran muss ich mich noch gewöhnen. Chancen auf Treffer hatte ich  recht viele, rein ging leider aber keine.“

de Renteria:„Nina und ich sind auf verschiedenen Positionen im Angriff der dritten Reihe zum Einsatz gekommen. Wir haben in jedem Spiel Einsatzzeiten bekommen, solange nicht auf zwei Linien umgestellt wurde. Ein bisserl mehr geht immer. Ich hab immer mein Bestes gegeben, im Nachhinein hätte ich ein paar Situationen anders gelöst. Aber den Eindruck hat man hernach ja oft.“

Ballweg:„Ich bin zufrieden mit meiner Leistung als rechter Flügel der ersten Reihe und freue mich, durchgehend Einsatzzeiten bekommen zu haben sowie drei Tore beigesteuert zu haben. Allerdings habe ich schon gesehen, dass ich noch an meinen Laufwegen arbeiten muss um besser in Abschlussposition zu kommen.“

Wie schätzt Ihr insgesamt die Leistung Eurer Mannschaft ein?

Ballweg: „Dass wir das erste Spiel gewonnen haben, hat unserem Teamspirit gut getan. Es war spannend und hat uns gleich zusammengeschweißt.“

de Renteria:„Insgesamt sind wir von Spiel zu Spiel besser geworden. Die Vorzeichen, die wir Spielerinnen aus den jeweiligen Heimatvereinen mitbringen – zum Beispiel in Hinblick auf die Großfeld-Erfahrung – sind sehr unterschiedlich. Was am Anfang noch eher chaotisch war, lief am Ende schon überraschend gut und auch als Team sind wir immer weiter zusammengewachsen.“  

Nicht nur auf dem Feld, sondern auch was die Größenordnung des Turniers angeht, setzen die Prague Games ja ganz eigene Maßstäbe. Wie habt Ihr die Tage in Prag in organisatorischer Hinsich erlebt?

Ballweg:„Es war total beeindruckend, wie viele Floorballspieler aus so vielen Ländern man in vier Tagen in ganz Prag sehen kann. Die Hallen waren sehr groß und überall waren Informationsstände.“

Opitz:„Trotz der Vielzahl an Teams lief organisatorisch alles wirklich gut. Der Zeitplan wurde eingehalten, es gab genug Pausen zwischen den Spielen, um in die anderen Hallen zu kommen.“

Ballweg: „Wir haben Armbänder bekommen, damit konnten wir jedes öffentliche Verkehrsmittel kostenlos nutzen und Sehenswürdigkeiten besuchen und hatten oft freien Eintritt. Und man konnte sich jederzeit die verschiedensten Floorballspiele anschauen, was ich auch sehr spannend fand.“

Wie geht es nun mit Euch in der Nationalmannschaft weiter?

Ballweg:„Zunächst einmal steht im Mai 2020 für die älteren Jahrgänge die U19-WM an. Wir Jüngeren haben vorrangig danach wieder die Chance auf Einladungen. “