Im zweiten Drittel vom DJK-Express überrollt

Wenn sich die Red Hocks aus dem Pressing befreiten (links Martin Rieß), wurden die Konter oft zu unsauber ausgespielt.   Foto: Finkenzeller

 

Kauferinger Bundesligafloorballer verlieren gegen Holzbüttgen mit 5:13

Kaufering - Einmal mehr zahlten die Bundesligafloorballer der Red Hocks Kaufering auch am vergangenen Wochenende Lehrgeld. Nach dem fünften Spieltag, an dem die Roten die DJK Holzbüttgen empfingen, rangieren sie weiter sieglos am Tabellenende.

Wie schon in den Spielen gegen Chemnitz, Schriesheim und Leipzig zeichnete sich auch im jüngsten Heimspiel dasselbe Muster ab: Anfangs noch gut im Spiel, ging es ausgeglichen in die erste Drittelpause. Eine Schwächephase im zweiten Durchgang machte es schließlich schwer, das Ruder nochmal herumzureißen, denn in der zweiten Drittelpause stand bereits ein Vier-Tore-Rückstand zu Buche. "Bei unserem jungen Kader fehlt uns aktuell die Erfahrung, in solchen Spielen zurückkommen und diese noch umbiegen zu können", bedauert Kapitän Marco Tobisch.

Dabei hatte wie schon zuletzt das erste Drittel gut begonnen. Zwar presste Holzbüttgen insbesondere die jungen Kauferinger Verteidiger früh in deren Spielfeldhälfte. Und auch, wenn eine kontrollierte Befreiung oft kaum möglich war, so hielt David Winzinger mit sensationellen Paraden lange die Null fest. Als das anfängliche Tempo der Gäste erstmals nachließ, kamen die Red Hocks mit einem ihrer ersten guten Angriffe gleich zur Führung: Martin Rieß bediente Moritz Leonhardt, der sein erstes Bundesligator erzielte (14.). Die Fehler im Aufbau, die sich punktuell auf Seiten der Gastgeber einschlichen und die Winzinger anfangs vereitelte, brachten dann allerdings zum Drittelende die Wende - Maximilian Spöhle und Dennis Schiffer trafen zum 1:2 für die Gäste.

Bitter war dann der Start ins zweite Drittel, denn nur acht Sekunden waren gespielt, als ein vermeintlich harmloser Distanzschuss ins kurze Eck segelte - 1:3. Eine Weile brauchten die Hausherren, um sich vom Schock zu erholen, ehe Leonhardt, der später Best Player wurde, mit einem sehenswerten Schlenzer ins Kreuzeck auf 2:3 verkürzte und die Partie etwa nach der Hälfte der Spielzeit völlig offen ließ. Dann aber die eingangs erwähnte Schwächephase: Binnen sieben Minuten hebelte die Paradeformation der Westfalen um die Nationalspieler Janos und Niklas Bröker sowie Torben Kleinhans mit einer Reihe an Querpässen die junge Kauferinger Hintermannschaft mehrfach aus und stellte auf 2:7. "Hoch in Rückstand zu geraten, tut zunächst weh. Im Floorball ist es aber durchaus möglich, auch fünf Tore noch aufzuholen. Aber dazu fehlen uns momentan leider die Mittel", erklärt Tobisch. Immerhin: Lukas Wexenberger gelang zum Drittelende aus dem Gewühl vor dem Tor heraus noch das 3:7.

Auch wenn die Red Hocks sich weiter in Zweikämpfe warfen, fehlte in den Kontern oftmals die Präzision. Und in der Defensive stand man nun in vielen Szenen zu weit weg von den Gegenspielern, die sich wesentlich effektiver zeigten als in der Anfangsphase. Im Zwei-Minuten-Takt baute die DJK-Offensive die Führung weiter aus auf 3:11 (48.). Da half es auch nicht mehr, dass Marco Tobisch (50.) und Tobias Hutter (56.) ihren Gegenspielern den Ball wegschnappten und jeweils im Alleingang trafen. Denn mit 5:13 blieb das Ergebnis bis zur Schlusssirene deutlich.

"Wir machen momentan natürlich eine schwierige Phase durch", sagt Co-Trainer Christoph Huber. "Trotzdem sind wir nach wie vor der Meinung, dass wir langfristig auf einem guten Weg sind, und wollen diesen auch weitergehen." Vor allem der große Umbruch im Sommer und die Integration der vielen jungen Spieler, die den Kader zur aktuellen Saison deutlich verjüngt hatten, brauche seine Zeit, so Huber.

Alles andere als leicht dürfte es deshalb auch am kommenden Samstag werden. Dann gastieren die Red Hocks ab 18 Uhr beim Spitzenreiter UHC Weißenfels, der in dieser Saison noch keinen Punkt abgegeben hat.