Die Hauptstadt ist zu Gast

Nach einer 3:2-Niederlage in der Hinrunde will das Team um Kapitän Marco Tobisch sich nun die nächsten drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sichern. (Foto: Finkenzeller)

Am kommenden Samstag, den 11. Januar, gastieren um 18 Uhr die Berlin Rockets im Kauferinger Sportzentrum.

Nach der kurzen Winterpause über die Feiertage geht es im ersten Spiel des Jahres für die Red Hocks darum, das gewonnene Selbstvertrauen durch den Erfolg im Pokalachtelfinale gegen Zweitligaprimus Schenefeld vor Weihnachten auch mit in die Liga zu nehmen. Während die Rote Macht vom Lech mit vier Punkten weiterhin am Tabellenende liegt, stecken die Berliner mit neun Punkten mitten im Kampf um die Playoffplätze. Umso wichtiger wäre also ein Sieg für die Kauferinger Floorballer, um den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle wieder herstellen zu  können. Bei einem Heimsieg wären die Red Hocks bis auf einem Punkt an den Hauptstädtern dran.

In welcher Verfassung sich die Rockets befinden, lässt sich anhand der Ergebnisse vor der Winterpause nur schwer einschätzen. Einem Sieg in der Verlängerung gegen Wernigerode folgte eine 3:6 Heimniederlage gegen Bonn, bei dem ein 3:1 Vorsprung im letzten Drittel noch verspielt wurde. Den Gegner deswegen aber zu unterschätzen, wäre grob fahrlässig und werden die Red Hocks auf keinen Fall tun. „Wir müssen uns auf unser eigenes Spiel konzentrieren und die bestmögliche Leistung abrufen, um die ersten drei Punkte im neuen Jahr einzufahren“, gibt Center Marco Keß die Marschroute vor. Die Kauferinger wissen nur zu gut, wie schwer die defensivstarken Rockets in den letzten Duellen zu bespielen waren. „Die Berliner verteidigen sehr kompakt und diszipliniert und werden am Samstag mit Sicherheit nicht das Spiel an sich reißen wollen. Sie sind darauf bedacht, aus einer sicheren Defensive zu agieren und mit Nadelstichen nach vorne ihre Chancen zu suchen“, schätzt Keß den Gegner ein.

Mit 65 Gegentoren aus bisher 10 gespielten Partien stellt Berlin aktuell die viertbeste Defensive der Liga. Die Topscorer der Hauptstädter sind der Finne Jami Savolainen mit 19 Punkten und Tim Lemke mit 17 Punkten, wobei die Gäste sich auf keinen überragenden Einzelspieler verlassen, sondern über ein ausgeglichenes Kollektiv verfügen. Beim letzten Aufeinandertreffen am 2. Spieltag in der Hauptstadt mussten sich die Red Hocks in einem von beiden Mannschaften spielerisch eher schwachen Match knapp mit 3:2 geschlagen geben. „Wir müssen vor unserem eigenen Tor kompromisslos verteidigen und in der gegnerischen Zone den Ball schnell laufen lassen, um das Abwehrbollwerk der Gäste durcheinander zu wirbeln und selber viele Torchancen zu kreieren. Zudem wird es wichtige sein, eine effektive Chancenverwertung zu haben, fasst Keß den Matchplan zusammen.

Ob das Team die Vorgaben des Trainergespanns Heinzelmann / Huber auch auf das Feld bringen kann, wird sich am Samstag zeigen. Personell können die Coaches aber bis auf Dominik Stork und Daniel Falkenberger aus dem Vollen schöpfen.