U15

Umkämpft wie immer

Basti Falkenbergers Tor zum 8:6 machte den Kauferinger Sieg über Stern München perfekt. (Foto: Manhart)

Knappe Kiste: U15-Floorballer schlagen ihren Dauerrivalen knapp

Kaufering – Die U15 der Red Hocks hat im immerwährenden Kräftemessen mit ihren Alteskollegen vom FC Stern München wieder vorgelegt. Im direkten Vergleich der beiden heißesten Titelanwärter behielten die Kauferinger zum Auftakt der bayerischen Meisterrunde mit 8:6 die Oberhand. Gegen die Sportfreunde Puchheim sprang für die Roten ein 18:6-Sieg heraus.

Dass das Ringen zwischen Red Hocks und Sternlern stets ein hart umkämpftes ist, belegt ihr jüngstes Duell: In einer Partie, in der sich nie ein Team absetzen konnte, jubelten sechs Mal die Münchener. Sämtliche dieser Tore entsprangen zwei Hoch-Phasen der Landeshauptstädter: Zwischen der 16. und der 20. Minute drehten Yannik Zölzer, Alesandro Jantscher und Luis Rüger die Kauferinger Führung, die Jonas Fellner (12.) und Marco Papandrea (14.) herausgeschossen hatten, in ein 2:3. Fellners 1:0 hatte Joshua Bentele per Vorlage auf den Weg gebracht. „Er hat top gespielt“, lobt Trainerin Jessica Schwarz das Debüt des U13-Talents.

Genauso lief es im zweiten Durchgang: Hier benötigten Laurenz Mayr (29.), Jantscher (29.) und Rüger (30.) nicht einmal zwei Minuten, um das 6:3 der Red Hocks auszugleichen. Sebastian Falkenberger (23., 27.) und Calli Rieß (24., 27.) hatten eingangs der Halbzeit für Kaufering getroffen. „Den Gegner in diesen Phasen wieder aus seinem Flow herauszubringen, ist eine richtig knifflige Sache“, erklärt Schwarz. Doch die Red Hocks, die zu diesem Zeitpunkt bereits den schmerzhaften Ausfall Daniel Wipflers wegzustecken hatten, bestanden diese Prüfung. „Das belegt die große Reife, die dieses Team schon mitbringt und ist Ausdruck eines gesunden Selbstvertrauens“, freut sich die Trainerin.

Bis weit in die Schlussphase hinein blieb das wegweisende nächste Tor auf beiden Seiten aus. „Auch, weil unser Goalie Finn Körber super gehalten hat“, so Schwarz. Dann behielt Alexander Stolle die Nerven, als er Münchens starken Torwart Daniel Roßmann austanzte – seinem Siegtreffer (38.) ließ Falkenberger (40.) noch den Endstand folgen. Die Entscheidung im bayerischen Titelrennen fällt damit mit einem kleinen Kauferinger Vorteil am 23. März, wenn beide Teams erneut aufeinandertreffen. Pikant: Weil die diesjährige deutsche Meisterschaft im SV Amendingen einen süddeutschen Gastgeber gefunden hat, der sich dadurch automatisch qualifiziert, bleibt für die übrigen Top-Teams Süddeutschlands nur noch ein weiterer Startplatz. Entweder Stern München als aktueller Bronzemedaillen-Inhaber oder die Red Hocks, ihres Zeichens amtierender deutscher Champion, sind damit bei der nationalen Endrunde zum Zuschauen gezwungen. Aufschluss darüber gibt aber nicht das Rennen um den bayerischen Titel, sondern die süddeutsche Meisterschaft, die Mitte Mai im Kauferinger Sportzentrum stattfindet.

Im Anschluss an das Stern-Spiel standen die Lech-Floorballer den SF Puchheim gegenüber. Mit 10:1 in der ersten Hälfte war bereits früh alles klar; der zweite Durchgang geriet unkonzentrierter. Beide Teams trennten sich 18:6.