Nachbarschaftsduell zum Jahresstart

Bei der 2:4-Hinspielpleite war Marco Tobisch noch Doppeltorschütze, diesmal fehlt er wegen einer Grippe.  Foto: Finkenzeller

Kaufering - Nach all den Weihnachts- und Silvesterfeierlichkeiten der vergangenen Tage heißt es für die Bundesligafloorballer der Red Hocks ab heute wieder, aktiv werden. Gleich zu Beginn des neuen Jahres steht dabei ein richtungsweisendes Spiel beim Tabellennachbarn aus Berlin an. Unterstützt werden die Kauferinger dabei von einem rappelvollen Fanbus, denn die alljährliche Eventfahrt des Fördervereins steht auf dem Programm. 

Mit BAT Berlin wartet jedoch ein unangenehm zu bespielender Gegner auf die Red Hocks. Die Hauptstädter befinden sich derzeit mit zwölf Punkten auf Tabellenplatz 5. Die Red Hocks erreichten nach der Sensation gegen die Red Devils Werningerode am letzten Bundesligaspieltag im Jahr 2018 Platz 6 der Tabelle und konnten ihr Punktekonto auf elf Zähler erhöhen. Das bedeutet, dass bei einem Sieg in Berlin die Tabellenplätze getauscht würden. Der Schlüssel für einen Sieg wird dabei sicherlich sein, wie viele Chancen die Red Hocks kreieren können bzw. wie effektiv diese genutzt werden. Denn mit Berlin erwartet Kaufering die zweitstärkste Defensive der Liga. „Die größe Stärke von BAT liegt im Kollektiv. Es gibt keinen Einzelspieler, der bei den Gastgebern herausragt, den man aus dem Spiel nehmen muss. Sie arbeiten sowohl offensiv als auch defensiv stark zusammen. Außerdem machen sie in der Defensive nahezu keine Fehler, die zu einfachen Gegentoren führen. Dementsprechend müssen wir die wenigen Chancen, die sich uns bieten, auch eiskalt nutzen“, so die Einschätzung von Spielertrainer Tobias Hutter.

Berlin brachte in diesem Jahr schon so manche Offensive zum Verzweifeln. Gleichzeitig sind die BAT-Angreifer sehr effektiv. Dies mussten auch die Red Hocks schmerzlich erfahren, als man im Hinspiel zu Hause mit 2:4 unterlag. Allerdings haben die Kauferinger den schwachen Saisonstart mit vier Niederlagen aus den ersten fünf Saisonspielen in den letzten Partien egalisiert und können speziell aus dem Sieg gegen Wernigerode viel Optimismus und Selbstbewusstsein mit in die Partie am heutigen Samstag nehmen. Außerdem merkt man langsam, wie der Zusammenhalt und die Abstimmung aufeinander innerhalb des Teams immer besser werden. Letzteres dürfte auf die sehr gute Trainingsbeteiligung der letzten Wochen zurückzuführen sein, denn ein konsequentes Training mit drei Reihen bietet bekanntlich mehr Möglichkeiten und somit auch spielerischen Fortschritt. Aus diesem Grund ist das ganze Team zuversichtlich und freut sich auf das Spiel in Berlin. Spielertrainer Hutter sieht das ähnlich: „Wenn wir trotz der langen Fahrt konzentriert in das Spiel gehen und aus einer sicheren Defensive heraus arbeiten, haben wir definitiv gute Chancen auf einen Sieg. Jetzt heißt es einfach an die Leistung von  dem Spiel gegen Wernigerode anzuknüpfen und die nächsten drei Punkte einzufahren.“

Personell können die Kauferinger fast aus dem Vollen schöpfen, lediglich Marco Tobisch (Grippe), Martin Klöck (Knie) und Torhüter Dominik Bürger können die Fahrt nicht mit antreten. Es ist also alles angerichtet für einen erfolgreichen Start in das Jahr 2019.