Mission Revanche scheitert zweimal

Kauferings verletzter Kapitän Lukas Wexenberger wird seiner Mannschaft mehrere Wochen fehlen. (Bild: Finkenzeller)

Regionalliga-Floorballer unterliegen Rohrdorf und Donau-SG

Rohrdorf/Nürnberg – Zweimal sind die Revanchegelüste ungestillt geblieben: Nachdem sie am Spieltag zuvor den Lumberjacks Rohrdorf unterlegen waren, brannte die Reserve der Red Hocks im Rückspiel auf Wiedergutmachung. Doch daraus wurde nichts, nach einem völlig verkorksten Auftritt stand eine verdiente 7:3- Niederlage zu Buche. Auch die jüngste Partie am vergangenen Wochenende ging dann in die Binsen. Eine 4:0-Führung reichte nicht, am Ende siegte Donau Floorball, eine SG aus Donauwörth, Ingolstadt und Haunwöhr, mit 7:5.

Schon in der 18. Minute bahnte sich gegen Rohrdorf an, dass dieser Sonntag am Inn ein gebrauchter für die Red Hocks werden sollte: Nach zwei Eigentoren, eines in Über- (4.), eines in Unterzahl (19.), lagen die Kauferinger trotz bis zumindest dahin ansprechender Leistung mit 0:2 zurück. Begonnen hatte das Spiel ziemlich ruppig: „Viele unsaubere Stockzweikämpfe, viel Körperspiel welches von beiden Seiten nicht immer fair war“, fasst Luca Schmitz zusammen.

Im zweiten Drittel änderte sich wenig. Kaufering dominierte zunächst, die Lumberjacks machten das Tor. In 26. Minute erhöhte Victor Broberg auf 3:0, ehe Lukas Wexenberger (31.) und Raphael Heinzelmann (34.) verkürzten. Die aufkeimende Hoffnung war aber schnell wieder dahin, weil Maximilian Selmayr (34.) und Kilian Tiefenthaler (37.) wieder vorlegten.

Waren die Kauferinger im Hinspiel drauf und dran, eine starke Aufholjagd noch erfolgreich zu krönen, bauten sie diesmal eher ab. Mehr Gelegenheiten zum Jubeln, als das zwischenzeitliche 3:6 durch Benedikt Richardon (46.), ergaben sich nicht mehr. Das Spiel endete 3:7. „Unterm Strich hat Rohrdorf klar und verdient gewonnen“, findet Kauferings Co-Trainer Rasso Schorer.

Auch eine Woche später in Nürnberg schafften es die Red Hocks nicht, gegen die Donau-SG gute Ansätze zu stabilisieren. Ein spielfreudig-dominantes Drittel belohnten Wexenberger (10./10.) und Martin Rieß (16./20.) mit der 4:0- Pausenführung. Das gegnerische Wutgeschrei war durch den gesamten Kabinentrakt zu hören, doch noch mehr Aufmerksamkeit in der Kauferinger Umkleide zog der geschwollene Knöchel von Kapitän Wexenberger auf sich, für den die Partie nach einem Umdapper kurz vor der Pause gelaufen war.

Der Bruch im Spiel der Red Hocks war unübersehbar, die Verunsicherung wuchs. Zwischen 28. und 36. Minute glich Ingolstadt/Nordheim/Haunwöhr aus. „Wir haben versucht, unser Selbstvertrauen wieder aufzubauen“, erklärt Verteidiger Michael Weeber. Tatsächlich fingen sich die Roten etwas, doch ein völlig verpatztes Powerplay mit zwei gegnerischen Treffern (45./46.) führte zum 5:7.

Trotzdem spielte die Kaufering nun wieder gefälliger nach vorne und kam 13 Minuten vor Schluss noch zum Anschluss durch Raphael Heinzelmann. Bis zur Sirene drängten die Red Hocks auf den Ausgleich, doch mehr als mehrere Latten- und Pfostentreffern sprangen nicht heraus. Stattdessen fiel in letzter Sekunde das 5:7, die SG traf zum Endstand ins mittlerweile verwaiste Tor. „Sehr unglücklich“, bedauert Weeber.

Auf einen nochmals ungleich schwereren Gegner trifft die Reserve vom Lech nach der WM-Pause: Am 15. Dezember empfangen die Red Hocks zuhause den deutschen Rekordmeister UHC Weißenfels zum Pokalachtelfinale. Die erste Garnitur gastiert dann in Bonn.