Letzte Chance zur Empfehlung

Zuletzt nur auf Abruf, zählen Maxi Falkenberger (Mitte) und Marco Tobisch (links) in Polen wieder zum Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft.   Foto: Finkenzeller

 

Kauferinger mit der Floorball-Nationalmannschaft in Polen

Kaufering – Für die deutsche Floorball-Nationalmannschaft geht´s in die heiße Vorbereitungsphase: Noch etwa einen Monat dauert es, bis die Weltmeisterschaft in Prag eröffnet wird. Dort wollen auch zwei Kauferinger sowie zwei ehemalige Akteure der Red Hocks für Schwarz-Rot-Gold auf dem Feld stehen.

Um die WM-Form letztmals unter Wettkampfbedingungen zu testen, stehen am kommenden Wochenende zwei Länderspiele gegen Polen auf dem Programm. Gleichzeitig ist das die letzte Chance für die Spieler, sich dem Trainergespann um Remo Hubacher zu präsentieren, der sein WM-Aufgebot unmittelbar danach endgültig festzurren will. Deshalb geht es im polnischen Gorzow Wielkopolski auch für Maxi Falkenberger, Marco Tobisch und Julian Rüger darum, zu überzeugen.

Der gebürtige Landsberger Tino von Pritzbuer, der am Wochenende in der höchsten Schweizer Liga ran muss, kann in Polen nicht mit von der Partie sein, darf sich nach seinen jüngsten Leistungen im deutschen Trikot seines WM-Tickets aber wohl sicher sein. Wie von Pritzbuer war auch Rüger, ehemals für Kaufering aktiv aber inzwischen in die Schweiz gewechselt, zuletzt beim 6-Nationen-Cup in der Slowakei mit dabei, wo Deutschland das Turnier überraschend gewann.

Nur auf Abruf hatten sich dort Falkenberger und Tobisch bereithalten müssen, sie kamen letztendlich aber nicht mehr zum Zug. „Ich will unbedingt bei der WM mit dabei sein“, hofft Red Hocks-Kapitän Maxi Falkenberger, der zuletzt immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte, inzwischen aber wieder fit ist. Für ihn wäre ein Aufgebot in Prag schon die dritte WM-Teilnahme.

Erstmals bei einer Weltmeisterschaft wäre Marco Tobisch dabei. „Damit würde schon ein riesengroßer Traum in Erfüllung gehen“, gesteht der Verteidiger. Schwer dürfte es sicherlich werden, denn gemeinsam mit dem 26-Jährigen buhlen auch Rüger sowie acht weitere Verteidiger um voraussichtlich sieben Positionen.

Seinen Platz sicher hat derweil noch ein weiterer Kauferinger – allerdings neben dem Feld. Stefan Schmitz ist seit Sommer Teammanager der deutschen Herren-Nationalmannschaft. Er organisiert beispielsweise Hotelbuchungen, Hallentermine bei Trainingslagern oder Turnieren und sorgt für die Kommunikation der Nationen vor und nach dem Spiel. „Das ist eine spannende Aufgabe“, sagt Schmitz. „Bei einer Nationalmannschaft mit dabei zu sein und die Unterschiede im Vergleich zur Arbeit im Verein zu sehen, das ist vor allem anfangs schon beeindruckend.“

Es könnte also sein, dass die Red Hocks mit den größten Block fürs WM-Team stellen. Dafür braucht es allerdings starke Leistungen in den Spielen gegen Polen, die am kommenden Samstag um 18 Uhr sowie am Sonntag um 12 Uhr stattfinden.