Keine Überraschungspunkte bei den Überfliegern

Trotz eines starken Ricardo Wipflers verpassten die Red Hocks die Sensation gegen Weißenfels haarscharf -  zum zweiten Mal in dieser Saison.   Foto: Finkenzeller

 

Am vergangenen Samstag gastierten die Red Hocks Kaufering bei dem seit sieben Spielen ungeschlagenen Tabellenführer vom MFBC Leipzig. Tags darauf gab man seine Visitenkarte beim Rekordmeister in Weißenfels ab. Gerade einmal zwölf Feldspieler und zwei Torhüter standen dem Trainertrio Szirbeck/Keß/Hutter zur Verfügung, denn unzählige Verletzte, darunter auch Abwehrchef Marco Tobisch, schienen das schwere Auswärtswochenende zum Himmelfahrtskomando werden zu lassen.

Das Spiel am Samstag in Leipzig begann äußerst ärgerlich für die Kauferinger: Trotz Chancen auf beiden Seiten schoss Leipzig in der sechsten den Führungstreffer und konnte zwei Minuten später auf 2:0 erhöhen. Die Red Hocks kämpften und standen hinten größtenteils sehr sicher. Der MFBC war vor dem Tor jedoch eiskalt und nutzte nahezu jede sich bietende Gelegenheit und erhöhte kurze Zeit später auf 3:0. Damit ging es auch in die Drittelpause.

Motiviert ging es in das zweite Drittel, in welchem die Gastgeber trotz einer starken Defensivleistung der Red Hocks auf 4:0 erhöhten. In der Folge kam Kaufering durch schnell vorgetragene Konter immer wieder in aussichtsreiche Position, doch man schaffte es nicht, den Ball über die Linie zu drücken. Schließlich verkürzte aber Tobias Hutter auf Zuspiel von Ricardo Wipfler zum 4:1. Leipzig antwortete postwendend und erzielte in der letzten Minute des zweiten Drittels das 5:1. Doch jetzt waren die Red Hocks kaltschnäuziger vor dem Tor. Ricardo Wipfler lupfte den Ball an den langen Pfosten und Tobias Hutter nagelte den Ball per Dirtektabnahme in die Maschen. Nachdem Leipzig gleich zu Beginn des letzten Drittels seine Führung ausbaute, gelang es Kevin Keß mit seinem ersten Bundesligator, den alten Abstand wiederherzustellen und hielt seine Farben damit im Spiel.
Die insgesamt überlegenen Leipzigern erzielten allerdings zwischen der 49. und 52. Spielminute drei Tore und das Spiel war damit vorzeitig entschieden. Nach starken letzten Minuten der Kauferinger mussten sie sich schließlich mit 3:9 geschlagen geben. Doppeltorschütze Tobias Hutter mit Abschlussworten zum Leipzigspiel: „Defensiv stand das ganze Team echt gut, auch die beiden Flügel der zweiten Reihe, Lino Martiny und Benedikt Richardon, arbeiteten stark und machten es den Leipzigern schwer. Allerdings waren die Gastgeber offensiv sehr konsequent vor dem Tor." Das Spiel wurde schnell abgehakt und der Fokus lag auf dem Spiel gegen Weißenfels.

Voller Motivation und Selbstbewusstsein starteten die Kauferinger in das Spiel gegen Rekordmeister Weißenfels. Schon nach drei Sekunden schoss der Red Hocks-Topscorer Ricardo Wipfler das 1:0. Nur 54 Sekunden später erhöhten die Red Hocks auf 2:0. Diesmal bediente Wipfler bei einem schön vorgetragenen Konter seinen Mitspieler Tobias Hutter und dieser schob eiskalt ein. Man spürte, dass das Team um Kapitän Maximilian Falkenberger diesen Sieg unbedingt mit nach Hause nehmen wollte. Nach einigen vergebenen Chancen schaffte der UHC Weißenfels es, urch einen Penalty auf 1:2 zu verkürzen. Die Kauferinger ließen sich jedoch nicht unterkriegen und trafen erneut durch die Kombination Wipfler auf Hutter zum 3:1. Doch die schnelle Antwort der Weißenfelser folgte und sie verkürzten den Abstand erneut auf ein Tor. Durch zwei stark ausgespielte Tore, welche beide in der 14 Minute fielen, ging es unglücklicherweiße trotz der kämpfenden und sowohl offensiv als auch defensiv starken Kauferingern mit einem Rückstand in die erste Drittelpause.
Den Red Hocks war klar, dass hier heute alles möglich sei und so hingen sie sich weiterhin rein. Das Tor zum 5:3 für Weißenfels in der fünften Minute des zweiten Drittels wurde nur elf Sekunden später mit einem erneuten Zuspiel von Wipfler auf Hutter, welcher den Ball einnetzte, beantwortet. Daraufhin folgten einige Chancen auf den Seiten beider Teams, es gelang jedoch keinem  Team mehr ein Tor im zweiten Drittel zu erzielen und so ging es erneut mit einem Tor Rückstand in die Kabine. Die Red Hocks standen hinten weiterhin kompakt, doch der Rekordmeister fand in den ersten zehn Minuten des letzten Drittel ein ums andere mal den besser postierten Mitspieler und erhöhte bis zur 51. Spielminute auf 8:4. Nach einem Timeout und einer taktischen Ansprache von Spielertrainer Tobias Hutter drehten die Kauferinger nochmal auf und konnten durch Ricardo Wipfler und Kapitän Maximilian Falkenberger den Rückstand innerhalb von 40 Sekunden auf 6:8 verkürtzen. Nachdem Falkenberger in der 57. sogar noch den Anschluss zum 8:7 schaffte, verließ 90 Sekunden vor dem Ende Dominik Bürger sein Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers. Die Red Hocks drückten auf den Ausgleich. Zehn Sekunden vor dem Ende eroberten die Kauferinger den Ball in der eigenen Ecke und setzten zu einem letzten Konter an. Tatsächlich fand Kapitän Falkenberger den frei vor dem gegnerischen Tor positionierten Kevin Keß. Doch der gegnerische Torhüter parierte sehrt stark und somit mussten sich die Kauferinger nach einer bärenstarken Auswärtspartie am Ende doch geschlagen geben.  "Ein Spiel auf Augenhöhe, wir haben bis zum Ende gekämpft, aber konnten uns erneut nicht für unsere Arbeit belohnen. Jetzt liegt der Fokus auf den nächsten drei Heimspieltagen gegen die direkten Konkurenten um die Playoffs", meint Leistungsträger und Best Player Ricardo Wipfler.