Gegen beide Spitzenreiter gefordert

Für die Bundesligamannschaft der Red Hocks Kaufering geht es heute und morgen in einen äußerst anspruchsvollen Doppelspieltag nach Leipzig und Weißenfels zu den Hochkarätern der Liga. In den Partien gegen die beiden Punktesammler aus dem Osten ist eine starke Mannschaftsleistung ein Muss und wird die Voraussetzung sein, um etwas Zählbares aus dem Wochenende mitzunehmen. „Wenn wir konzentriert spielen und als Team agieren, haben wir auf jeden Fall die Chance, beiden Gegnern einen Strich durch die Rechnung zu machen“, erklärt Ricardo Wipfler. „Wir waren ja in der Hinrunde schon nicht weit entfernt."

Nach der unbefriedigenden Auswärtsniederlage am vergangenen Sonntag in Chemnitz hat man es, wie auch schon zwei Wochen zuvor in Berlin, verpasst, gegen die Mitkonkurrenten zu punkten und ist somit langsam unter Zugzwang, um nicht den Anschluss an die Playoff Plätze zu verlieren.

Das jedoch gegen Leipzig wieder gutzumachen wird ein harter Brocken, da der MFBC mit einem Rückenwind von sieben Siegen am Stück antritt und dadurch im Moment auch den ersten Tabellenplatz für sich beansprucht. Aber mit einer guten Leistung wird es dort auf jeden Fall möglich sein den Gegner zu ärgern, wie schon aus dem Duell in der Hinrunde zu erkennen war, als man bis zur zweiten Pause knapp mit 5:6 hinten lag, jedoch im letzten Drittel den Anschluss verlor. Genau das soll in den kompletten 60 Minuten des Rückspiels am heutigen Samstag nicht passieren, welches um 16 Uhr in der Jahn-Sporthalle in Leipzig angepfiffen wird.

24 Stunden später ist es dann der UHC Sparkasse Weißenfels, der um dieselbe Uhrzeit mit den Red Hocks in den Kampf um die drei Punkte geht. Der UHC hatte am letzten Spieltag eine überraschende 11:9 Niederlage gegen Holzbüttgen hinnehmen müssen und rutschte dadurch auf Platz zwei der Tabelle ab. Auch gegen den amtierenden Deutschen Meister war das Hinspiel in Kaufering vielversprechend, wobei man sich im zweiten Drittel den Erfolg verbaute, indem viele Überzahlspiele ungenutzt blieben und man den Rückstand zu groß werden ließ, sodass die Aufholjagd gegen Ende an einem Tor scheiterte. Mindestens solch eine Leistung sollte am morgigen Sonntag noch einmal aufgerufen werden, um aus der Underdog Rolle heraus doch noch die so wichtigen Punkte im Rennen um die Playoff Plätze zu holen.

Erschwert wird das jedoch durch die langwierige Verletzung von Marco Tobisch und das Fehlen von Dennis Häringer sowie von Dominik Stork, sodass die Mannschaft mit etwas abgemagertem Kader in das Auswärtswochenende gehen muss. Trotzdem ist das Team zuversichtlich und weiß aus der kurzen aber intensiven Vorbereitungswoche heraus den Schwung mit in die beiden Spiele zu nehmen und eine gute Leistung an den Tag zu bringen.