U13

Erst Gala, dann Graus

Keine Heldentat ohne entsprechende Einstellung: Das ist die Lehre, die die U13-Floorballer (Foto: emtyvision

Der Kopf macht's: U13-Floorballer zeigen zwei Gesichter

Puchheim – Dass es zuvorderst der Kopf ist, der über die eigene Leistung bestimmt, haben die U13-Floorballer der Red Hocks einmal mehr am vergangenen Wochenende erkennen müssen. Einer absoluten Gala gegen den ESV Ingolstadt folgte ein unsortiertes Rumpeln gegen Rohrdorf. Siegreich verliefen beide Partien gleichsam. 

„Wenn das nächste Spiel schon vorab im Kopf als gewonnen abgehakt ist, dann dann fällt es offensichtlich schwer, einen konzentrierten Start hinzulegen“, fasst Kauferings Trainer Markus Kliemann den Sonntag zusammen. Doch der Reihe nach: Voll fokussiert starteten seine Jungs in das erste Spiel. Gegen Tabellennachbar ESV Ingolstadt setzten sie das im Training Geübte hervorragend um, kamen mit tollen Kombinationen schnell nach vorne und nutzten jeden Fehler der Schanzer gnadenlos aus. Lediglich die etwas sorglose Defensive sorgte für vereinzelte Schreckmomente, die aber allesamt folgenlos blieben. Kauferings stark aufgelegter Goalie Dominik Fellner schnappte weg, was seine Vorderleute verpassten. In den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte machten Vincent Kliemann (11.), Justus Kochsiek (11.), Gregor Denk (13.) und Niklas Schweyer (14.) aus einem 2:0 ein 6:0. Wer glaubte, Ingolstadt finge sich, sah sich nach Wiederanpfiff enttäuscht. Elf weitere Kauferinger Treffer machten den 17:0-Kantersieg fix.

Dass aber auch vermeintlich schwächeren Gegnern aufmerksam zu begegnen ist, bekamen die Red Hocks in der zweiten Partie des Tages aufgezeigt. „Der Ingolstadt-Sieg führte dazu, dass die Jungs die ganze Sache viel zu locker nahmen“, ärgert sich Coach Kliemann. Kombinationsfluss kam keiner auf; die Pässe blieben ungenau oder wurden zugunsten wenig sinniger Einzelaktionen gleich ganz übergangen. „Das Spiel haben wir zwar trotzdem deutlich mit 14:3 gewonnen, mit dem 'Wie' sind wir aber keineswegs zufrieden“, so Kliemann. 

Nun gelte es  wieder nach vorne zu schauen, über die Feiertage auch mal nichts zu tun und 2019 wieder voll durchzustarten. Am 13. Januar warten mit der SG Nordheim/Haunwöhr und den Wikingern München zwei Gegner aus dem unteren Tabellenmittelfeld – und damit die Gelegenheit für die Red Hocks zu beweisen, dass sie ihre Lehren gezogen haben.