Eine spannende Aufgabe, auf die wir richtig heiß sind

Geht es nach Trainer Markus Heinzelmann, ist der kommende Sonntag für die zweite Mannschaft der Red Hocks nur eines von noch mehreren Kapiteln im diesjährigen Pokalwettbewerb. Tags zuvor empfängt Kauferings erste Garde um 16 Uhr Tollwut Ebersgöns im Sportzentrum. (Foto: Finkenzeller)

Zweite Mannschaft der Red Hocks tritt in dritter Pokalrunde in Jena an.

Kaufering – Deutsche Meisterschaften mit dem Verein, Trophies mit der Auswahl und Juniorennationalmannschaft-Zusammenzüge. Die jungen Spieler der zweiten Kauferinger Floorballmannschaft sind reiseerprobt; die wenigen älteren Haudegen haben teils Bundesligaerfahrung. Dennoch steht am Sonntag ein besonderes Abenteuer an: Die dritte Pokalrunde führt die Red Hocks nach Jena zum dortigen Verbandsligist. Kauferings Trainer Markus Heinzelmann wagt im Interview einen Ausblick.

redhocks.de: Servus Markus, am Sonntag geht’s nach Thüringen. Welchen Stellenwert hat der Pokal für die zweite Mannschaft der Red Hocks?

Heinzelmann: „Einen großen. Zunächst einmal bietet er zusätzliche Spielpraxis und davon kannst du als leidenschaftlicher Floorballer nie genug haben. Auch sportlich ist's natürlich reizvoll, mal die Nase aus Bayern rauszustrecken. Unsere Regionalliga ist klein, wir stehen jedem Gegner dreimal gegenüber. Da erkennst du den Großteil der Spieler schon am Laufstil, weil du dir einfach häufig über den Weg läufst. Überraschungen gibt’s da selten. Im Pokal ist das ganz anders. Du bekommst eine schwer einzuschätzende Aufgabe vorgesetzt, auf die du dann schnell und gut reagieren musst. Das ist für die Jungs aber auch für mich als Trainer wahnsinnig spannend.“

redhocks.de: Du tüftelst gern, analysierst den Gegner gern genau vor einem Aufeinandertreffen. Das fällt diesmal mehr oder weniger flach, oder?

Heinzelmann: „ Jein, wir haben uns im Trainerteam schon Videos angeschaut und Erkundigungen eingeholt, wobei natürlich schwer einzuschätzen ist, wie aussagekräftig die sind. Die Vorbereitung ist logischerweise aber schon eine andere. Auf Regionalliga-Spiele kannst du die Trainings vorab sehr gegnerbezogen gestalten. In den jüngsten Einheiten haben wir es inhaltlich allgemeiner gehalten.“

redhocks.de: Eine der spärlichen Infos besagt, dass Jena seine erste Pokalrunde 43:0 gewonnen hat...

Heinzelmann: „Ein krasses Ergebnis. Wenn du in 60 Minuten 43 Buden machst, darfst du nicht allzu oft daneben zielen. Unterm Strich ists aber auch nur eine mehrerer unbekannter Variablen. Für uns spielt dieses Resultat gegen eine uns völlig unbekannte Mannschaft nur eine untergeordnete Rolle.“

redhocks.de: Spiegelt sich die Pokalbegeisterung, die du vorher angesprochen hattest, auch im Kader wider? Rückt Ihr mit voller Kapelle an?

Heinzelmann: „Nein, wir sind schon spürbar dezimiert. Einige Spieler fehlen. Das liegt aber nicht an mangelnder Pokalbegeisterung sondern daran, dass sie zeitlich verhindert sind, krank oder verletzt. Auch unter der Woche haben einige Leute aus diesen Gründen absagen müssen. Wir werden aber eine gute Mannschaft stellen, die sich fest vornimmt, in die nächste Pokalrunde vorzustoßen.“

redhocks.de: Wie werdet Ihr es angehen?

Heinzelmann: „Klare Sache: hochkonzentriert. Die Anreise ist recht lang, die Anstoßzeit mit 13 Uhr knackig. Wir müssen am Sonntagmorgen früh aus dem Bett; das werden unsere vielen Schüler, die in der letzten Woche im Ferien-Modus waren, schon spüren. Groß thematisieren brauchen wir das aber nicht. Wir sind richtig heiß, haben Bock. Das ist unsere wichtigste Zutat, um im Pokal was zu reißen.“