Ein kleiner Schritt in Richtung Mittelfeld

Marco Keß (hinten) fälschte in Hamburg unhaltbar zur frühen Kauferinger Führung ab.     Foto: Finkenzeller

 

Kaufering - Endlich hat es mit dem ersten Sieg geklappt: Beim Doppelspieltag im Norden holten die Red Hocks beim ETV Hamburg den ersten Dreier in der Saison. Gegen Schenefeld hätten am Sonntag weitere Zähler folgen können, im Schlussdrittel setzten sich die Blau-Weißen allerdings mit 5:3 durch. 

Mit nur zwölf Feldspielern wurde Samstag in der früh die Reise nach Hamburg angetreten. Trotz der überschaubaren Truppe war die Mannschaft motiviert und startete um 18 Uhr ins erste drittel gegen den ETV Hamburg. Marco Keß fälschte einen Fernschuss von Johannes Eckebrecht unhaltbar ab und eröffnete somit das erste Drittel mit dem 1:0 für Kaufering. Mit viel Selbstbewusstsein ging es weiter und der aktuelle Topscorer Ricardo Wipfler konnte mit seinem Doppelpack auf 3:0 erhöhen, bevor es mit diesem Ergebnis in die erste Drittelpause ging. Trotz einem durchwachsenen zweiten Drittel mit drei Strafen auf Seiten der Gäste wurden auf beiden Seiten jeweils ein Tor geschossen (für die Red Hocks Maximilan Falkenberger) und das letzte Drittel startete mit einem 4:1. "Durch den Vorsprung von drei Toren war das Ziel vorallem, das Spiel nicht aus der Hand zu geben und die ersten drei Punkte souverän mit zum Spiel nach Schenefeld zu bringen",  meinte U19-Nationalspieler Wipfler nach dem Spiel. Nach einem frühen Tor der Hamburger konterte Neuzugang Juraj Gallo in der 53. Minute mit dem 5:2. Die Hamburger kämpften weiter um ihren ersten Heimsieg und trafen zweimal  binnen zwei Minuten, sodass die Red Hocks einmal mehr zittern mussten. Noch spannender wurde es in der vorletzten Spielminute, als Tobias Hutter beim Stand von 5:4 für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Am Ende brachte die Unterzahlformation das Ergebnis aber über die Bühne. Mit großer Erleichterung konnte danach der erste Sieg der Saison gefeiert werden. Jedoch nicht zu lange, denn schon am nächsten Tag stand bekanntlich das mindestens genauso schwere Spiel gegen Schenefeld bevor.

Um 14 Uhr ging es dort los. Das erste Tor fiel auf Seiten der der Gastgeber. Juraj Gallo konnte jedoch vier Minuten später ausgleichen. In der zehnten Minute dann die erste Strafe des Spiels für Schenefeld: In Überzahl traf Dennis Häringer zum 2:1. Bevor es in die erste Pause ging, schafften die Gastgeber - ebenfalls in Überzahl - den 2:2 Ausgleich.

Anfangs des zweiten Drittels gab´s dann erneut eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Schenefeld, die von Juraj Gallo auf Zuspiel von Ricardo Wipfler 15 Sekunden später bestraft wurde. Danach folgten einige Chancen auf beiden Seiten vorallem durch Konter von Schenefeld. Einer davon führte zum erneuten 3:3 Ausgleich in der Mitte des zweiten Drittels. In den nächsten zehn Minuten war es ein umkämpftes Spiel und drei Minuten vor Schluss gab es nochmal eine Unterzahl für die Red Hocks, die jedoch das Unentschieden über die Bühne und schließlich dann auch in die Kabine gebracht werden konnte. "Wir wollen so weiter machen und unsere Chancen verwerten", sagte Daniel Szirbeck zu seinem Team, bevor das letzte Drittel startete. Die ersten zehn Minuten waren ein Hin und Her mit einigen Chancen auf beiden Seiten. In der zwölften Minute dann eine umstrittene Strafe gegen Marco Keß. In der gleichen Minute erzielte Schenefeld in Überzahl durch eine schnelle Seitenverlagerung den Führungstreffer zum 3:4. 90 Sekunden später erhöhten die Gastgeber durch einen Fernschuss von der Mittellinie auf 3:5 und bauten ihre Führung aus. Die Kauferinger gaben nochmal alles und kämpften in den letzten Minuten noch um ein perfektes Wochenende. Diesem Plan wurde jedoch ein Strich durch die Rechnung gemacht, da es in den letzten drei Minuten noch drei Strafen für die Kauferinger gab und man zwischenzeitlich nur zu dritt spielen durfte. Die rote Macht vom Lech musste sich mit einem 5:3 nach 60 Minuten geschlagen geben. "Im Endefekt haben wir zwei gute Spiele gemacht, aber im letzten Drittel hat man gemerkt, dass wir nur mit zwölf Feldspielern unterwegs waren und zum Schluss dann doch die Luft ausgeht. Es gilt nun, den Blick nach vorne zu richten und im nächsten Auswärtsspiel wieder drei Punkte zu holen", so das Schlusswort zum Wochenende von Tobias Hutter