Dämpfer in Berlin

Trotz einer ingesamt ordentlichen Leistung konnten Tobias Hutter (rot) und die Red Hocks fünf individuelle Fehler leider nicht ausmerzen.   Foto: Finkenzeller

 

Berlin - Das neue Jahr begann leider mit einer bitteren Niederlage für die Red Hocks in der Bundeshauptstadt. Nach einer etwas unglücklichen Trainingswoche und einigen schmerzhaften Ausfällen - man musste auf Dominik Bürger, Abwehrchef Marco Tobisch, den langzeitverletzten Martin Klöck und Juraj Gallo verzichten - machte sich das Team auf den Weg Richtung Berlin unterstützt von rund 20 Fans im Rücken. Aufgrund von einigen Schwierigkeiten auf der Anreise wurde der Anpfiff auf 15:15 Uhr verschoben.

Das Spiel begann nicht optimal für die Macht vom Lech. Allem Anschein nach steckte den Red Hocks noch die strapaziöse Anreise in den Knochen, denn bereits in der ersten Minute verlor man den Ball im eigenen Slot, was die Spreestädter eiskalt ausnutzen konnten und mit 1:0 in Führung gingen. Insgesamt war das erste Drittel ziemlich zerfahren. „Wir waren wohl mit unseren Gedanken noch nicht ganz bis zum Spiel vorgedrungen und teilweise noch zu schläfrig in der Hintermannschaft“, fasste Luca Schmitz das erste Drittel zusammen. Es gab nur wenige hochkarätige Torchancen auf beiden Seiten, was wohl der ungewöhnlichen Mann-gegen-Mann-Taktik der Hauptstädter geschuldet war. Dementsprechend ging es mit diesem Spielstand in die erste Pause.

Das zweite Drittel begann ähnlich unglücklich wie das erste. In der 21. Spielminute schoss ein Berliner Spieler David Winzinger von hinter dem Tor an und der Ball landete daraufhin zum 2:0 im Tor. Kurz darauf brach Marco Keß den Bann und markierte den Anschlusstreffer. Zwei Minuten später glich Tobias Hutter sogar durch einen verwandelten Penalty aus. In diesen ersten zwölf Minuten des zweiten Drittels waren die Red Hocks klar tonangebend, doch Berlin verteidigte geschickt und konnte die Schüsse immer wieder blocken. Alle Schüsse, die den Weg zum Tor fanden entschärfte der stark haltende Felix Klein im Berliner Kasten. Kurz vor Abschnittsende lud Kauferings Abwehr die Hauptstädter zum Toreschießen förmlich ein: Eine zweiminütige Unterzahl und zwei Abwehrfehler bescherten Berlin den 5:2-Zwischenstand zum zweiten Pausentee. „An sich haben wir Berlin alle fünf Gegentore geschenkt“, meinte Allrounder Dennis Häringer nach Spielende.

Immerhin: Im letzten Drittel kamen die Red Hocks nach Treffern von Kapitän Maxi Falkenberger und durch einen weiteren Penalty von Daniel Szirbeck nochmal auf 5:4 heran. Aber am Ende spielte Berlin ziemlich clever die Zeit herunter. Kaufering setzte Berlin im letzten Drittel mit einem aggressiven Forechecking unter Druck und zwang die Gastgeber zu Fehlern im Spielaufbau. Doch man ließ in dieser Phase zu viele hochkarätige Chancen liegen. Zwei Minuten vor dem Ende ersetzte Kaufering seinen Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers, um den Ausgleich zu erzwingen. Berlin stand hinten sicher und gewann nicht unverdient mit 5:4. „Natürlich ist die Niederlage ziemlich bitter, da wir größtenteils kein schlechtes Spiel abgeliefert haben. Für uns gilt es jetzt, diese Niederlage abzuhaken und uns auf den nächsten Gegner zu konzentrieren,“ analysiert Maxi Falkenberger.

Als nächstes haben die Red Hocks in zwei Wochen mit Chemnitz einen weiteren direkten Konkurrenten um die begehrten Playoff-Plätze vor der Brust. Dabei haben die Red Hocks noch etwas gutzumachen: Im Hinspiel verspielte man noch eine Drei-Tore-Führung und kassierte zwei Sekunden vor Schluss den schmerzhaften Ausgleich. Statt drei Punkten gab es nurmehr einen. „Dieses Spiel zählt nun nicht mehr. Wir schauen nun vom Spiel zu Spiel und werden alles daran setzen die drei Punkte aus Chemnitz zu entführen“ so Spielertrainer Tobias Hutter.