Bundesligateam ackert sich in die dritte Pokalrunde

Johannes Eckebrecht erzielte das wichtige 4:2 für die Red Hocks.    Foto: Schmidt


Kaufering - In der zweiten Pokalrunde erwartete die Bundesligatruppe der Red Hocks eine harte Nuss: Der SC DHfk Leipzig rangiert in der der 2. Bundesliga Süd/Ost momentan auf dem 2. Platz hinter Absteiger Schriesheim, gegen den Leipzig als einziges Team bis dato einen Sieg eingefahren hat. Im Kauferinger Lager war man entsprechend gewarnt und erwartete ein Duell auf Augenhöhe.

Das erste Drittel verlief dann doch so, wie man es sich auf dem Papier vorstellen würde: Leipzig fand keinen Weg in die Kauferinger Spielhälfte und musste sich mit langen Bällen begnügen, machte dafür aber in der eigenen Hälfte den überwiegenden Ballbesitz der Mannen vom Lech mit solider Verteidigung zum Geduldspiel. Trotz einiger solider Angriffe und teils gefährlicher Abschlüssen konnte lediglich Ricardo Wipfler in der 14. Minute den Ball im Netz unterbringen.

Das zweite Drittel startete mit einem unglücklichen Ausgleich der Gäste. Nach einem Abstimmungsfehler in der Verteidigung der Lechstädter landete ein Auswurf beim Gegner, der den Ball dann an Torhüter David Winzinger vorbeistocherte. In der Folge wurde die Partie nicht nur technisch immer unsauberer sondern auch zunehmend emotionaler, was in der 28. Minute in gleich zwei Zeitstrafen für Leipzig gipfelte. Die Überzahlformation der Red Hocks hatte sich nach dem Spiel gegen Weißenfels letzte Woche einiges vorgenommen und lieferte direkt ab: Zunächst traf erneut Wipfler gegen drei Leipziger, gegen vier legte Hutter auf Falkenberger auf, der den Ball aus zentraler Position per Schlagschuss in die Maschen drosch. Danach folgte eine weitere Druckphase der Kauferinger mit Problemen im Abschluss, Leipzig war aber nun besser eingestellt und kam wiederholt zu brandgefährlichen Kontern. In der 34. Minute war es dann soweit: Leipzig verwandelte einen Gegenstoß und blieb so weiterhin im Spiel. Lediglich 50 Sekunden später fand aber Johannes Eckebrecht die richtige Antwort: Ein Schuss aus dem Halbfeld überwand den sehr starken Leipziger Schlussmann, schlug im Winkel ein und stellte den alten Abstand wieder her.

Im letzten Abschnitt hatten nun auch die Red Hocks ihre Hausaufgaben gemacht. Mit einem Zwei-Tore-Vorsprung überließ man Leipzig mehr Spielanteile, um auch mal den ein oder anderen Konter fahren zu dürfen. Die Gäste kamen zwar öfters strukturiert in die gegnerische Hälfte, viel Kapital konnten sie daraus dann aber nicht schlagen. Kaufering im Gegenzug ließ weiterhin die eine oder andere gute Chance liegen, bevor Juraj Gallo in der 56. und erneut Wipfler in der 59. auf den Endstand von 6:2 für die Red Hocks erhöhen konnten.

Damit löste an diesem Wochenende das zweite Team der Red Hocks das Ticket für die nächste Pokalrunde ein. Am Vortag gewann bereits die zweite Garde mit 10:0 gegen die Frankfurt Falcons. In der Bundesliga stehen mit drei Auswärtsspielen in Hamburg, Schenefeld und Holzbüttgen nun gleich drei Schlüsselpartien auf dem Programm. Das nächste Heimspiel findet am 17. November statt, dann kommen die Wölfe aus Lilienthal zu Besuch.