Bühne frei fürs Herzschlagfinale

Dank des Treffers in der Overtime sind die Red Hocks vorerst vom Playdown-Platz runter. Vielleicht geht jetzt sogar noch mehr.  Foto: Finkenzeller

 

Kaufering – Es war das erwartet spannende Duell im Kampf um die Playoffs. Am Ende setzten sich die Red Hocks Kaufering mit 5:4 nach Verlängerung gegen Holzbüttgen durch. Ob man sich über den Zusatzpunkt freuen kann oder über den abgegebenen Punkt ärgern muss, wird sich am kommenden Samstag zeigen, wenn die Red Hocks beim TV Lilienthal gastieren.

Bereits vor Beginn der Partie merkte man, dass beide Teams extrem konzentriert und fokussiert waren. Vom Eröffnungsbully weg versuchten die Red Hocks mit viel Ballbesitz ein kontrolliertes Spiel aufzuziehen. Doch die Partie begann äußerst ungünstig. Während David Winzinger die erste Großchance der Gäste noch entschärfen konnte, führte der zweite Konter zum 0:1. Diesen Fehler konnten die Kauferinger jedoch mit einer schnellen Antwort in der vierten Minute wieder ausbügeln. Der nach vierwöchiger Verletzungspause zurückgekehrte Marco Tobisch tankte sich auf der linken Seite durch und traf zum Ausgleich. Vier Minuten später vollendete Johannes Eckebrecht auf Zuspiel von Daniel Szirbeck einen schön vorgetragenen Angriff zur erstmaligen Führung. Die Antwort der DJK ließ jedoch nicht lange auf sich warten und so stand es nach zehn Minuten 2:2. Es bahnte sich ein wahres Schützenfest an. Doch fortan standen beide Mannschaften in der Abwehr sicherer und so dauerte es bis zur 20. Spielminute, ehe die Kauferinger das nächste mal jubeln durften. Acht Sekunden vor Abpfiff legte Maximilian Falkenberger auf Martin Klöck ab und dieser drosch den Ball zum 3:2 in die Maschen.

Im zweiten Drittel ging es spannend weiter, allerdings erhöhten die Red Hocks den Druck und schnürten die Gäste in deren Hälfte ein. Trotz einiger Großchancen und einem Überzahlspiel, aufgrund eines Stockschlages in der 29. Spielminute, konnten sich die Kauferinger nicht für das gute Spiel belohnen. Dies wurde postwendend von den Gästen bestraft. In der 34. Minute gelang Holzbüttgen der erneute Ausgleich. Obwohl die Red Hocks sich auch im weiteren Verlauf des Drittels dominant zeigten gelang kein weiteres Tor und es blieb beim Zwischenstand von 3:3.

Das letzte Drittel begann mit einem Powerplay für die Red Hocks, das durch einen Stockschlag in den letzten Sekunden des zweiten Drittels Zustande gekommen ist. Die Strafzeit für die Gegner blieb allerdings erneut ungenutzt. Im weiteren Verlauf erhielten sowohl Kaufering als auch Holzbüttgen je eine Strafe. Während der Aufsteiger sein Überzahl ebenfalls nicht nutzen konnte, landete der Ball im dritten Überzahlspiel der Kauferinger an diesem Abend im Netz. Nach erneutem Zuspiel von Kapitän Maximilian Falkenberger war der Torschütze diesmal Ricardo Wipfler, der den Führungstreffer in der 48. Spielminute erzielte. Die Red Hocks spielten weiter mutig nach vorne und wollten mit einem erneuten Treffer für die Vorentscheidung sorgen. Doch immer wieder scheiterte man am stark haltenden Gästetorhüter und so kam es wie es kommen musste, die Gäste konnten nach einem Freischlag erneut ausgleichen. In den verbleibenden acht Minuten erhöhten die Red Hocks das Risiko und attackierten die Gäste früh in deren Hälfte, doch die erneute Führung sollte nicht mehr gelingen und so ging es in die Verlängerung.

Diese begann mit einem Powerplay für die Red Hocks, da die Gäste kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit erneut eine Strafzeit erhielten. Doch die Gäste überstanden die zwei Minuten ohne Gegentor. Es dauerte bis zur 68. Minute ehe Daniel Szirbeck, mit seinem dritten Assist an diesem Tag, seinen Stürmerkollegen Tobias Hutter bediente und dieser seiner Mannschaft den Zusatzpunkt sicherte.

Damit fällt die Entscheidung, ob die Red Hocks erneut den Einzug in die Playoffs schaffen, in die Playdowns müssen oder die Saison nach dem letzten Spieltag beendet ist am kommenden Samstag beim Vizemeister in Lilienthal.

„Wir brauchen keine großen Rechenspiele machen. Fünf Mannschaften kämpfen um die letzten beiden verbleibenden Playoffplätze. Da kann theoretisch alles passieren. Wir werden in der kommenden Woche im Training nochmal eine Schippe drauflegen und dann am Samstag nach Lilienthal fahren und uns für die drei Punkte zerreißen! Welcher Platz dann am Ende dabei herausspringt werden wir sehen, dass kommt auch auf die Ergebnisse der anderen Teams an. Das Wichtigste ist jedoch, dass wir unseren Job machen.“, so der Siegtorschütze Tobias Hutter.