Zusatzpunkte gegen neuen Tabellenführer bleiben aus

Sein Tor reichte nicht: Ricardo Wipfler brachte die Red Hocks mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 1:2 heran.

Die junge Kauferinger Mannschaft kann 30 verschlafene Minuten nicht ausgleichen. Die Zugänge der Wernigeröder nutzen die schwachen Minuten und stechen gnadenlos zu. Am Ende muss man sich mit einer 4:8- Niederlage begnügen.

Kaufering - Schon vor dem Spiel gab es einen Wermutstropfen: Verteidiger Julian Rüger musste kurzfristig mit einer Fußverletzung passen und stand nur neben der Bande zur Verfügung. Trotzdem konnte man zwei schlagkräftige Reihen aufbieten. Der Start war leider dennoch nicht optimal. Etwas übermotiviert musste man bereits in der dritten Spielminute einen schnellen Konter über den Finnen Miika Iskanius hinnehmen, den Tscheche Vojta Krupicka abschloss. Nur knapp eine Minute später war es dann Juha-Pekka Kuittinen, der auf Vorlage von Iskanius einnetzte. Zur Mitte des ersten Abschnitts fingen sich die couragierten Kauferinger Gastgeber wieder, Lohn war das 1:2 durch Youngster Ricardo Wipfler. Zwei Strafzeiten auf Seiten der Gäste im weiteren Verlauf des ersten Drittels konnte das Kauferinger Powerplay nicht nutzen.

Es kam noch schlimmer. Zum Start des Mittelabschnitts, noch vor Ablauf der zweiten Strafe, ließ die Wernigeröder Unterzahl den Ball gekonnt laufen und baute den Vorsprung durch Krupicka auf 3:1 aus. Das zweite Drittel war aus Sicht der Bayern sehr zerfahren. Bis zur 31. Spielminute schraubten die agilen und abgezockten Gäste den Spielstand auf 6:1 hoch. Die nächsten neun Minuten geschah dann nicht mehr viel, die wenigen Chancen konnten auf keiner der beiden Seiten verwertet werden.

Das letzte Drittel wurde dann von den Hausherren dominiert. Angeführt von Kapitän Falkenberger nahmen die Red Hocks abermals die Beine in die Hand. In Minute 44 konnte sich auch endlich das Powerplay zeigen. Eine schöne Kombination schloss Falkenberg ab. Kurz darauf legte Daniel Szirbeck auf Dennis Häringer auf, der den Ball in den Winkel jagte. Kaufering war zurück, die umgestellten Reihen erzeugten einigen Druck auf die zweite Harzer Reihe. Doch weil zwei hochkarätige Chancen liegen blieben und sich stattdessen wieder einmal Iskanius in die Torschützenliste eintrug, trug das Zwischenhoch keine Früchte. Beim Stand von 7:3 musste man wiederum nur wenige Zeigerumdrehungen später eine etwas fragliche Unterzahl überstehen. Auch hier wurde weiter Druck gemacht, bei einem schnellen Konter Kuittinen den enteilenden Hutter nur durch ein Foul stoppen. Den fälligen Penalty verwandelte Martin Klöck gekonnt. Doch wieder war es Krupicka, der den alten Abstand wieder herstellte. Die verbleibenden 12 Minuten ging es hin und her, es konnten keine weiteren Treffer erzielt werden - auch, weil Leader Falkenberger bei einem weiteren Penalty etwas zu hektisch abschloss.".

"Generell können wir nicht zufrieden sein. Wir haben unglaublich viele individuelle Fehler gemacht, die die Wernigeröder Legionäre einfach zu nutzen wissen", hadert Spielertrainer Daniel Szribeck, der aber auch um die Underdog-Rolle seines Teams im Aufeinandertreffen mit Favorit Wernigerode weiß. "Wir sollten das nicht zu hoch bewerten, die Harzer haben andere Ansprüche als wir, deswegen wären das Zusatzpunkte gewesen." 

Anders sieht es nächsten Sonntag aus, da sind die Red Hocks in der Pflicht: Im Pokal geht es zu den Lumberjacks nach Rohrdorf. Das bayerische Derby wird um 12 Uhr angepfiffen. Schon tags zuvor empfängt die Kauferinger Reserve ab 16 Uhr die Unihockey Igels Dresden aus der 2. Bundesliga zum Pokal-Duell im Kauferinger Sportzentrum.