U15

Zusammengerückt und aufgezockt

Als süddeutsche Nummer eins nimmt die U15 der Red Hocks die nächste Etappe in Angriff: Ende Juni steigt die deutsche Meisterschaft im Kauferinger Sportzentrum. (Bild: Privat)

U15-Floorballer sichern sich die süddeutsche Krone.

Kaufering – Die U13 und die U17 hatten vorgelegt, jetzt hat die U15 der Red Hocks  nachgezogen: Mit drei deutlichen Siegen ging der Titel der süddeutschen Nummer eins beim Heimturnier am Samstag im heimischen Sportzentrum nach Kaufering. Dabei schienen die Vorzeichen vorab alles anderes als günstig.

Als Begründung für wacklige sportliche Leistung ist es stets gefragt: das Verletzungspech. Auch die U15 der Red Hocks war davon in den letzten Wochen gebeutelt, bei der süddeutschen Meisterschaft – powered by Stadtwerke Landsberg – kämpfte eine ganze Reihe an Kauferinger Floorballern mit Blessuren. Doch die Mannschaft vom Lech machte aus der Not eine Tugend, rückte enger zusammen und kämpfte sich zuerst zurück zu spielerischer Überlegenheit und dann zum Titelgewinn. „Wir mussten viel improvisieren“, sagt Trainer Bernd Schwarz, der aber seine Schützlinge lobt: „Die Jungs haben das toll gemacht, stark füreinander geackert und sich den Erfolg wirklich verdient.“

Denn sowohl die Leistung als auch die Ergebnisse waren über weite Strecken erfreulich. Gleich im ersten Spiel bekamen die Calw Lions, Vizemeister der baden-württembergischen Liga, zu spüren, dass die Gastgeber im Rennen um den süddeutschen Meistertitel nicht gewillt waren, sich von ihrem Ziel abbringen zu lassen. Personalmisere hin oder her, mit 21:2 gestaltete das verbliebene Aufgebot die Angelegenheit mehr als eindeutig.

Mit großer Spannung erwarteten die Roten das Aufeinandertreffen mit dem FC Stern München. Die Landeshauptstädter hatten sich in der bayerischen Staffel als hartnäckigster Verfolger erwiesen, von Duell zu Duell waren die Partien umkämpfter geworden. Doch bei der süddeutschen Meisterschaft – powered by Stadtwerke Landsberg – vor heimischem Publikum waren die Lech-Floorballer wieder gänzlich Herr der Lage. Zwar blieb das Spiel bis zur Mitte der ersten Halbzeit eng – Münchens Tjare Grimpen hatte zwei Treffer von Kauferings Jonas Fellner mit dem 2:1 beantwortet – doch dann legten die Red Hocks eiskalt nach. Beim Halbzeitstand von 8:1 war die Angelegenheit vorzeitig entschieden, mit abschließend 12:3 unterstrichen die Roten ihre Titel-Ambitionen.

Gegen den Bundesliga-Nachwuchs des TV Schriesheim schwanden die Kräfte zwar allmählich, sodass die klare Linie im Kauferinger Spiel verloren ging. Torwart Finn Körber erwies sich aber als sicherer Rückhalt und vorne klappte der Abschluss weiterhin tadellos. Abermals machte die Offensive der Red Hocks, angeführt von Scharfschütze Raphael Heinzelmann, das Dutzend voll, nach einem 12:4 setzten sich die Gastgeber ungeschlagen die süddeutsche Krone auf.

„Die süddeutsche Meisterschaft ist schon etwas Besonderes“, findet Schwarz. „Beim bayerischen Titel bestreitest du mehrere Spieltage, lieferst dir ein langes Rennen und kannst im Saisonverlauf den ein oder anderen Ausrutscher korrigieren“, erklärt der Trainer. „Bei der Süddeutschen musst du dann auf einen Schlag alles raushauen; Verletzungen, Tagesform und vielleicht auch Glück und Pech spielen so nochmal eine ganz andere Rolle.“ Ein wilder Ritt, den sein Team erfolgreich gemeistert habe.

Nochmal turbulenter wird es für die U15-Floorballer am 23. und 24. Juni, dann geht es im Kauferinger Sportzentrum um die Deutsche Meisterschaft. Bis dahin wolle man schon noch die ein oder andere Feinjustierung vornehmen, so Schwarz. „Die Bestätigung, dass wir voll da sind, wenn es gefordert ist und wir zusammen über uns hinauswachsen können, lässt uns die nächsten Wochen mutig anpacken.“

Die Vorbereitungen für dieses sommerliche Highlight sowie die DM-Quali der U17 auf dem Großfeld, die beide in Kaufering stattfinden, laufen auf Hochtouren. Wer mit anpacken will, um zwei echte Floorballfeste am Lech zu realisieren, ist eingeladen, sich hier zu melden: https://bit.ly/2Iht7Ke

Mit ihren Toren trugen die an diesem Tag eifrigsten Punktesammler, Jonas Fellner (rot, links) und Raphael Heinzelmann (rot, rechts), einen wichtigen Teil zum Titelgewinn bei. (Foto: Privat)