U13

Feuerwerk und kalte Dusche

Pascal Rieß und der Kauferinger U13 steht am Samstag ein echtes Finale um die bayerische Meisterschaft bevor. Foto: Gühne

U13 verpasst vorzeitige Meisterschaft.

Landsberg – Den ersten Matchball um die bayerische Meisterschaft verballert hat die U13 der Red Hocks Kaufering. Das ersatzgeschwächte aber bis dahin ausnahmslos siegreiche Team schaltete zwar zuerst mit der SG Ingolstadt/Nordheim einen direkten Konkurrenten mit einer Gala-Vorstellung aus, fing sich vom dritten Titel-Aspiranten im Bunde, dem FC Stern München, aber eine ordentliche Abreibung ein.

Durch krankheitsbedingte Ausfälle dezimiert, aber trotzdem hoch motiviert starteten die Lech-Floorballer in die erste Partie des Tages gegen die bis dahin zweitplatzierte Spielgemeinschaft Ingolstadt/Nordheim. Bereits in der ersten Spielminute brachte Alexander Stolle die Kauferinger in Führung, doch die Donau-Truppe schlug zurück. Durch drei erfolgreiche Alleingänge lagen die Gäste plötzlich mit 1:3 vorne, Kauferings Start war verpatzt. Doch die Red Hocks reagierten erfreulich abgeklärt und Justus Kochsiek war es, der mit einem Rückhandtreffer ins Kreuzeck den Anschlusstreffer für die Roten erzielte. Der Knoten war damit geplatzt, ein ums andere Mal gelangte der Ball durch clevere Kombinationen vor dem Ingolstadt/Nordheimer Tor – und darin. In der Defensive wurde konsequent zurück gearbeitet und einige Konter rechtzeitig abgefangen. Vor allem Spielmacher Jonas Fellner zog clever die Strippen und fand in Pascal Rieß und Alexander Stolle kaltschnäuzige Abnehmer. Mit der sowohl kämpferisch als auch spielerisch besten Saisonleistung gingen die Red Hocks mit 14:6 als verdiente Sieger vom Feld.

Nicht ganz so erfreulich verlief das zweite Spiel des Tages gegen den FC Stern München. Lange hielten beide Mannschaften das Spiel offen, einige schön heraus gespielte Chancen klärte München gut. Den Burschen aus Kaufering merkte man an, dass ihnen das erste Spiel noch in den Knochen steckte. Nicht konsequent genug konnten die Spielzüge zu Ende gebracht werden und so fehlte es oft am Abschluss, während München seine Möglichkeiten eiskalt nutzte. Mit 5:10 fiel die erste Saisonniederlage verdientermaßen deutlich aus. 

„Wir haben uns heute von zwei völlig verschieden Seiten gezeigt“, findet Trainerin Jessica Schwarz, die sich nun mit ihren Schützlingen auf ein echtes Finale vorbereitet: Diesen Samstag treffen Kaufering und München in der Landeshauptstadt erneut im direkten Duell aufeinander – Gelegenheit, die Niederlage mit einer ähnlich cleveren Herangehensweise wie im Spiel gegen Ingolstadt/Nordheim vergessen zu machen und die bayerische Meisterschaft an den Lech zu holen.