Wikinger rudern davon

Einen Tag nach der ersten Mannschaft startete auch die zweite Garde in ihr erstes Spiel im neuen Jahr. Sie musste auswärts zu den Wikingern des PSV München, die ihren verpatzten Saisonstart zuletzt mit zwei Siegen in Folge beantwortet hatten.

Gegen die starken Angreifer der Wikinger hatte die rote Abwehr am vergangenen Wochenende ihre Probleme.


Der Aufwind der Wikinger machte sich gleich zu Beginn bemerkbar:  Den Jungs vom Lech fehlte die nötige Konzentration und so lagen die Roten schon nach zwei Minuten mit zwei Toren im Rückstand. Im Anschluss sammelte man sich, konnte die anfängliche Nervosität ablegen und kam zu einigen Torchancen, während man in der Defensive den Ball gut unter Kontrolle hatte. Dennoch dauerte es bis in die 13. Spielminute, bis Kevin Keß einen gut vorbereiteten Ball von Marc Lippert ins gegnerische Tor einschieben konnte. Im Anschluss spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe und so endete das erste Drittel mit 2:1. 

Der zweite Abschnitt begann, wie der erste geendet hatte. Beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Nach vielen Reibereien dauerte es bis zur 34. Spielminute, bis die erste Strafe gegen die Hausherren ausgesprochen wurde. Jedoch konnten die Jungs vom Lech aus der Überzahlsituation kein Kapital schlagen. Umso bitterer war es jedoch, dass die Wikinger unmittelbar nach Ablauf der Strafe ihren Vorsprung weiter ausbauten. Ein letztes "Highlight" im zweiten Drittel war eine Strafe gegen Kaufering wegen Reklamierens, die man hinnehmen musste.  

Da die Strafe bis in das letzte Drittel hineinreichte, musste man den letzten Spielabschnitt mit nur vier Feldspielern beginnen. Doch auch die Münchner schafften es nicht, das Powerplay zu nutzen und so ging es – wieder mit 5 gegen 5 – in die heiße Phase. Im Anschluss schlichen sich bei Kaufering kleine Fehler ein, die in der 45., 47., und 49. Minute von den Wikingern bestraft wurden. Einen kleinen Lichtblick in dem kuriosen dritten Drittel brachte ein Alleingang von Marc Lippert, der auf 6:2 verkürzte. Im weiteren Verlauf des Spiels wurde es immer ruppiger und die Stockschläge häuften sich, jedoch wurden im gesamten Spielverlauf keine Strafen mehr verteilt. Gerade als die Red Hocks das Heft in die Hand genommen hatten, holten die Wikinger zum endgültigen K.O.-Schlag aus: Mit zwei Kontern zum 8:2 entschieden sie das Spiel schon vorzeitig. In der letzten Minute konnten sich die Zuschauer noch über vier weitere Treffer freuen. Auf der Seite der Red Hocks traf Lukas Wexenberger nach erneut guter Vorarbeit von Marc Lippert. Dann dauerte es nur zehn weitere Sekunden, ehe Andreas Negele einen Querpass von Stefan Weh zum zwischenzeitlichen 8:4 verwandelte. Und kaum sechs Sekunden später bauten die Wikinger die Führung wieder aus und kamen eine Sekunde vor Spielende noch zum 10:4-Endstand.